Hamburg

Inzidenz von bis zu 434: Immer mehr Schüler haben Corona

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Peter Ulrich Meyer
Je nach Alter und Wohnort ergeben sich bei der Inzidenz in Hamburg dramatische Unterschiede. Immer mehr Schüler haben Corona (Symbolbild).

Je nach Alter und Wohnort ergeben sich bei der Inzidenz in Hamburg dramatische Unterschiede. Immer mehr Schüler haben Corona (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Dramatische Unterschiede nach Alter und Wohnort: In einem Bezirk stecken sich besonders viele junge Menschen an.

Hamburg. Während die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg seit Wochen zwischen 80 und 90 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pendelt, ergeben sich nach Alter und Wohnort zum Teil dramatische Unterschiede. In der Altersgruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen, die im Bezirk Hamburg-Mitte leben, lag die Inzidenz in der zweiten Augusthälfte bei 434,3 – der negative Spitzenwert. Auch in den Bezirken Altona (333,3), Nord, (294,4) und Bergedorf (288,5) waren die Infektionsraten in dieser Altersgruppe überdurchschnittlich hoch. Die niedrigste Belastung wies Eimsbüttel mit einer Inzidenz von 91,0 auf.

Die Daten ergeben sich aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bürgerschaftsabgeordneten Deniz Celik, die dem Abendblatt exklusiv vorliegt. Danach beläuft sich die Gesamtinzidenz in der Gruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen auf 273,9, gefolgt von den Sechs- bis Elfjährigen, für die ein Wert von 201,9 angegeben wird, wobei der Bezirk Bergedorf mit 270,2 herausragt.

Corona Hamburg: Immer mehr Schüler stecken sich an

Die Belastung durch Corona-Infektionen nimmt mit dem Alter kontinuierlich ab. In der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 23,9, wobei wiederum Bergedorf mit 43,3 den höchsten Wert aufweist. Bei den über 75-Jährigen, die von der ersten Pandemiewelle am stärksten betroffen waren, liegt die stadtweite Inzidenz jetzt nur noch bei 22,8. Einen Sonderfall stellen die Kinder unter sechs Jahren mit einer Gesamtinzidenz von 65,2 dar.

Die deutlichen Unterschiede zwischen den Bezirken in der Gesamtbilanz sind weiterhin auffällig. Den höchsten Wert verzeichnet der Bezirk Mitte mit einer Inzidenz von 142,7, gefolgt von Bergedorf (103,8), Harburg (100,5), Altona (90,7), Wandsbek (75,9), Nord (61,5) sowie Eimsbüttel (30,1).

„Die hohe Inzidenz in einer Altersgruppe mit niedrigen Impfquoten ist wenig überraschend. Besorgniserregend sind allerdings die sehr hohen Inzidenzen in einigen Bezirken und die unterschiedliche Verteilung in den Bezirken“, sagte Celik, der gezielte Informationsangebote für die einzelnen Zielgruppen und flächendeckende PCR-Tests an den Schulen fordert.

Nach 90,0 am Sonnabend ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag in Hamburg mit 168 gemeldeten Neuinfektionen leicht auf 88,8 gefallen.