Schule in Hamburg

FDP will Sitzenbleiben im neuen Schuljahr erleichtern

Anna von Treuenfels-Frowein stellte klare Forderungen an Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (Archivbild).

Anna von Treuenfels-Frowein stellte klare Forderungen an Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (Archivbild).

Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt

Die Bildungsdefizite durch die Pandemie würden sich nun erst richtig zeigen. Entscheidung von Hamburger Behörde steht noch aus.

Hamburg.  Die fraktionslose FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein hat Schulsenator Ties Rabe (SPD) aufgefordert, auch im neuen Schuljahr das Sitzenbleiben zu erleichtern. „Die wirklichen Bildungsdefizite infolge der Pandemie werden sich erst richtig im neuen Schuljahr zeigen, wenn es nicht nur darum geht, Lücken aufzuholen, sondern der Stoff des neuen Schuljahres hinzukommt“, sagte Treuenfels-Frowein.

Grundsätzlich ist das Sitzenbleiben abgeschafft, aber zum Aufholen pandemiebedingter Lerndefizite hatte die Schulbehörde im vergangenen Schuljahr freiwillige Klassenwiederholungen erlaubt und den Behördenvorbehalt ausgesetzt. Allerdings wurden nur 1564 Anträge gestellt, von denen 1297 bewilligt wurden. „Das ist gegenüber früheren Jahren und auch angesichts der pandemiebedingten Bildungsdefizite überraschend wenig“, sagte die FDP-Politikerin.

Entscheidung von Hamburger Senat steht aus

In der Antwort auf eine kleine Anfrage teilte der Senat Treuenfels-Frowein mit, dass die Überlegungen der Behörde „noch nicht abgeschlossen“ seien, ob Klassenwiederholungen auch im neuen Schuljahr erleichtert werden sollen.

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„Der Schulsenator sollte den Behördenvorbehalt weiterhin aussetzen und die Schulen ermuntern, die Klassenwiederholung zu erleichtern. Wir müssen alles ermöglichen, was hilft, die Lerndefizite aufzuholen“, sagte die FDP-Politikerin.

( pum )