Coronavirus

Sind Hamburgs Schulen sicher? Was die Schnelltests bringen

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Peter Ulrich Meyer
Diese Fehler sollten Sie beim Selbsttest zu Hause vermeiden

Diese Fehler sollten Sie beim Selbsttest zu Hause vermeiden

Selbsttests werden immer wichtiger bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Doch schon kleine Fehler reichen aus, um das Ergebnis zu verfälschen. Tipps im Video.

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Die Kapazität für Schnelltests an den Schulen ist deutlich gestiegen. Nun gibt es die ersten Zahlen – und eine Testpflicht.

Hamburg. Die Corona-Testwelle an Hamburgs Schulen ist angerollt: Insgesamt 191.030 Schnell-Selbsttests sind in den sieben Tagen vor Ostern durchgeführt worden. Davon entfielen 148.412 Tests auf Schülerinnen und Schüler und 42.618 auf Schulbeschäftigte. Das bedeutet eine Steigerung der Testkapazität um 46 Prozent oder 60.389 Einheiten gegenüber der Woche zuvor.

Nach Angaben der Schulbehörde waren 213 Tests positiv. Insgesamt 190 Schülerinnen und Schüler (0,13 Prozent) und 23 Schulbeschäftigte (0,05 Prozent) hatten sich danach mit dem Coronavirus infiziert. Während die Quote bei den Schülern nur leicht gesunken ist (0,14 Prozent in der Vorwoche), hat sich der Anteil infizierter Beschäftigter halbiert (Vorwoche: 0,11 Prozent).

903 Schüler aus Hamburg in Quarantäne

Dabei dürfte sich ausgewirkt haben, dass immer mehr Lehrerinnen und Lehrer vor allem an Grundschulen geimpft sind. Die Impfquote wird nicht zentral erfasst. Nach einem positiven Test verlassen die Infizierten sofort die Schulen und lassen einen PCR-Test zur Absicherung des Ergebnisses durchführen.

Für den Zeitraum der vergangenen zehn Tage sind von 151 Schulen 315 Infektionen gemeldet worden. Die Gesundheitsämter haben für 25 Klassen Quarantänemaßnahmen verhängt. Derzeit bleiben 903 Schülerinnen und Schüler sowie 58 Schulbeschäftigte in präventiver Quarantäne zu Hause. Der Anteil von Schülern und Schulbeschäftigten an allen aktuell Infizierten liegt bei 8,2 Prozent, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 15,3 Prozent.

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Ab dieser Woche: Testpflicht an Hamburger Schulen

Das Testtempo an den Schulen wird noch deutlich gesteigert, denn von dieser Woche an gilt eine Testpflicht als Bedingung für die Teilnahme am Unterricht in der Schule: Schulbeschäftigte müssen sich dreimal, Schüler und Schülerinnen zweimal testen. Laut Schulbehörde gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass sich Schüler oder Lehrer geweigert hätten, an den Tests teilzunehmen. Allerdings besteht auch keine Präsenzpflicht in der Schule, so dass Testverweigerer schlicht zu Hause bleiben können.

Für den Dienstag sind 52 Infektionen (47 Schüler und fünf Schulbeschäftigte) aus 39 Schulen gemeldet worden. In den meisten Fällen handelt es sich um einzelne Infizierte. Von der Berufsschule BS 24 wurden vier Fälle, von der Emil-Krause-Schule (Barmbek) sowie der Katholischen Schule Farmsen jeweils drei Fälle gemeldet. Wo sich die Betroffenen infiziert haben, ist nicht bekannt.

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