Klima-Ikone

Greta kommt zu Hamburger "Fridays for Future"-Demo

Greta Thunberg im März 2019 auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Greta Thunberg im März 2019 auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Foto: picture alliance

Klima-Aktivistin Greta Thunberg tritt zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl auf St. Pauli auf. Auch Hamburger Band kündigte sich an.

Hamburg. Überraschung auf den letzten Metern des Hamburger Bürgerschaftswahlkampfes 2020: Die globale Klimaschutz-Ikone Greta Thunberg kommt zwei Tage vor der Wahl am 23. Februar in die Stadt. Das teilte "Fridays for Future" am Freitag auf Twitter mit. Zuvor berichtete der "Spiegel".

Greta Thunberg in Hamburg: Auftritt auf St. Pauli

Sie komme anlässlich eines Schülerstreiks für den Klimaschutz, habe Greta Thunbergs Vater Svante bestätigt. "Hamburg wählt Klima" laute das Motto der geplanten Großdemonstration, über die das Abendblatt bereits berichtet hatte. Die Bewegung Fridays For Future wolle vor der Wahl ein Zeichen setzen. Start der Demo ist am Heiligengeistfeld, danach wollen die Demonstranten über den Rathausmarkt, Jungfernstieg und Gänsemarkt durch die Innenstadt ziehen.

Auch die Hamburger Hip-Hop-Band Fettes Brot hatte erst kürzlich verkündet, dass sie bei der Demo kurz vor der Bürgerschaftswahl auftreten werden. Sie werden, wie Greta, am 21. Februar um 14 Uhr auf dem Heiligengeistfeld (St. Pauli) auftreten. Die Veranstaltung läuft auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #moin2102.

Sticheleien zwischen Fegebank und Tschentscher

Zuletzt hatte es Zweifel an den Hamburger Klimaschutzplänen gegeben. Sie basierten zum Teil auf falschen Zahlen, hatte das Abendblatt herausgefunden. Auch in der Auseinandersetzung zwischen den Spitzenkandidaten Katharina Fegebank (Grüne) und Peter Tschentscher (SPD) hatte es im Wahlkampf Sticheleien über die Konsequenz im politischen Einsatz für den Klimaschutz gegeben.

Hamburg habe unglaubliches Potenzial, Vorreiter für einen effektiven Klimaschutz zu werden. "Wenn Hamburg es nicht schafft, bis 2035 klimaneutral zu werden, dann schafft das keiner. Dann können wir das auch nicht von anderen Ländern erwarten", sagte Mitorganisator Arnaud Boehmann. "Wenn wir alle versuchen, in der letzten Minute klimaneutral zu werden, dann sendet das fatale Signale in die Welt."

Greta Thunberg mit Hamburgern in Kontakt

Greta Thunberg war mit ihrem Vater und dem Hamburger Profisegler Boris Herrmann zur Klimakonferenz nach New York gesegelt. Eine Hamburger Schulklasse hatte während der Atlantik-Überquerung Kontakt zu Greta Thunberg.

Beim bislang größten globalen Klimastreik in Hamburg am 20. September 2019 gingen rund 70.000 Menschen rund um die Binnenalster auf die Straße, die Veranstalter sprachen von 100.000 Teilnehmern.