Hamburg

Fegebank ist Wissenschaftsministerin des Jahres

Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Foto: Thorsten Ahlf / HA

Manchmal reicht auch eine nur knapp gute Note aus, um Klassenbeste zu werden: Hochschulverband zeichnet Grüne aus.

Hamburg. Sie bekommt zwar keine sehr gute Note, schneidet im Bundesvergleich aber am besten ab: Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) ist von Mitgliedern des Deutschen Hochschulverbands (DHV) zur „Wissenschaftsministerin des Jahres“ gewählt worden.

Fegebanks wissenschaftspolitische Leistungen seien mit der Note 2,5 bewertet worden, teilte der DHV am Montag mit. Damit liegt die Spitzenkandidatin der Hamburger Grünen knapp vor dem Vorjahressieger, Prof. Armin Willingmann (SPD) aus Sachsen-Anhalt, der die Note 2,51 erhielt. Auf den dritten Platz kommt Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), die mit der Note 2,75 bewertet wurde.

Fegebank fordert mehr Geld für Hamburgs Hochschulen

„Die Auszeichnung ist eine große Ehre“, sagte Fegebank und sprach von einer Bestätigung der gemeinsamen Arbeit mit den Hochschulen der Hansestadt. Hamburg habe zuletzt als Wissenschaftsmetropole „einen Riesensprung nach vorn gemacht“, sagte die Senatorin.

Sie dankte „allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben“ und erklärte erneut, dass die staatlichen Hamburger Hochschulen künftig mehr Geld erhalten müssten. „Darum setze ich mich dafür ein, dass die Mittel künftig deutlich über den Steigerungsraten der aktuellen Hochschulvereinbarungen liegen.“

Mitglieder des Hochschulverbands konnten abstimmen

Der DHV hat knapp 32.000 Mitglieder. Von ihnen beteiligten sich 3493 an einer Online-Umfrage für das Minister-Ranking vom 12. November bis 13. Dezember 2019. Die Frage lautete, inwieweit die DHV-Mitglieder die Landesministerinnen und –minister und Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) als geeignet für ihr Amt ansehen. Dabei konnten die Mitglieder eine Bewertung von „ideale Besetzung“ (Note 1) bis „denkbar schlechteste Besetzung“ (Note 6) angeben.

Das könnte Sie auch interessieren:

Das große Wahlkampfduell – Szenen einer Politikehe

Warum die HafenCity-Uni unter einer Dieselpanne leidet

Robert Habeck und Katharina Fegebank im Wahl-Spezial

Das Mittelfeld führt Theresia Bauer (Grünen) aus Baden-Württemberg mit der Note 2,76 an, Wissenschaftsministerin der Jahre 2013, 2015 und 2016. Auf den Plätzen fünf und sechs stehen Bayerns Staatsminister Bernd Sibler (CSU, Note 3,0) und Hessens Ministerin Thea Dorn (Grüne, Note 3,08).

Bundesforschungsministerin auf vorletztem Platz

Eine ungeeignete Besetzung aus Sicht der DHV-Mitglieder ist Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: Sie erhält die Note 4,64. Ihr wird vor allem „mangelnde Erfahrung im Wissenschaftsbetrieb“ und „mangelnde Kenntnis des Wissenschaftssystems“ attestiert. Mit dem rheinland-pfälzischen Wissenschaftsminister Prof. Konrad Wolf (SPD, Note 4,91) bildet Karliczek das Schlussduo im Minister-Ranking des DHV.

Katharina Fegebank soll als Wissenschaftsministerin des Jahres im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft geehrt werden, die am 6. April in Berlin stattfinden wird.