Sicherheit

Hamburgs CDU will mehr Videoüberwachung

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Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Gladiator.

Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Gladiator.

Foto: Ha / Mark Sandten

Angstgefühl der Hamburger: Opposition fordert außerdem bessere Straßenbeleuchtung durch Einsatz von mehr LED-Leuchten.

Hamburg.  Die CDU-Opposition fordert mehr Videoüberwachungen im öffentlichen Raum und eine bessere Straßenbeleuchtung. „Viele Menschen fühlen sich in Hamburg nicht sicher. Gerade in der Dunkelheit und an Wochenenden trauen sich manche Bürger an gewissen Orten kaum noch allein auf die Straße“, heißt es in einem CDU-Bürgerschaftsantrag, der dem Abendblatt vorliegt. „Das Angstgefühl weitet sich teilweise sogar auf belebte Plätze wie den Jungfernstieg/Ballindamm, den Hansaplatz und Bahnhofsvorplätze aus.“

Die CDU beruft sich auf Angaben der Polizei, wonach die Installierung von temporär eingesetzten Videokameras im Jahr 2017 zu einer Beruhigung der Lage am Alsteranleger geführt habe. An Wochenenden kommt es dort regelmäßig zu Pöbeleien, Schlägereien und sogar Verletzungen durch Messerangriffe. Wie berichtet, hat die Polizei im Juni 2018 die Zahl der installierten Videokameras auf zwölf erhöht. Die Überwachung läuft nur zu festgelegten Schwerpunktzeiten – an den Wochenenden, an Feiertagen oder bei besonderen Veranstaltungen.

Pilotversuch Videoüberwachung gefordert

Laut Senatsantwort auf eine CDU-Anfrage können die Videobeobachtungen im Einzelfall zur Verhinderung von Straftaten oder zur Ermittlung von Tatverdächtigen führen. „Aus diesem Grund erhöht eine Ausweitung des Videoschutzes nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden vieler Menschen, sondern sie beruhigt zudem objektiv die Lage“, heißt es in dem CDU-Antrag. „Wir wollen besonders belastete Orte wie zum Beispiel Bahnhofsvorplätze auf diesem Weg besser schützen“, sagt CDU-Innenpolitiker Dennis Gladiator.

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Die Unions-Fraktion fordert den Senat auf, einen Pilotversuch zu intelligenter Videoüberwachung nach dem Vorbild Mannheims zu starten. Dort ist eine Technik im Einsatz, die in Echtzeit typische Verhaltensmuster erkennt, die auf die Begehung von Straftaten schließen lassen – etwa eine liegende Person oder ruckartige Tritt- und Schlagbewegungen.

Schließlich wollen die Christdemokraten erreichen, dass Straßen besser beleuchtet werden – etwa durch den verstärkten Einsatz von LED-Leuchten. „Wir wollen, dass sich die Menschen überall zu jeder Zeit sicher fühlen können. Dafür müssen Wege und Plätze wie der Schlosspark in Bergedorf besser beleuchtet werden. Gerade in der dunklen Jahreszeit zeigt sich der dringende Handlungsbedarf“, sagt Gladiator.

( pum )