Katharina Fegebank

Sexueller Übergriff auf Hamburgs Zweite Bürgermeisterin

Katharina Fegebank

Katharina Fegebank

Foto: xim.gs / imago

Der Vorfall ereignete sich spätnachts beim Fest in der Hamburger Landesvertretung. Katharina Fegebank hat Anzeige erstattet.

Berlin/Hamburg. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) ist Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Beim Fest in der Hamburger Landesvertretung in Berlin in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es gegen 2 Uhr morgens zu dem Vorfall. Fegebank und andere Gäste tanzten nach Abendblatt-Informationen noch zu der Musik der letzten dort auftretenden Live-Band („Die Soulisten“), als ein offenbar stark alkoholisierter Mann im geschätzten Alter von 25 bis 30 Jahren die Tanzfläche betrat und Fegebank zunächst wie unbeabsichtigt unsittlich berührte. Offenbar hielt auch die Zweite Bürgermeisterin dies zunächst für ein Versehen.

Als Fegebank die Tanzfläche später verließ, näherte derselbe Mann sich der 39-Jährigen jedoch erneut, diesmal von hinten, und fasste sie abermals und diesmal erkennbar absichtlich an. Daraufhin stellten Fegebank und ihre Begleiter den Mann zur Rede. Als der Mann sich entfernen wollte, rief Fegebank die Sicherheitsleute des Festes. Diese übergaben den Mann der vor dem Eingang postierten Polizei, die ihn zur Feststellung der Personalien mitnahm. Wie sich kurz darauf herausstellte, hatte der Mann auch mindestens eine weitere Frau unsittlich berührt.

Fegebank erstattet Anzeige

„Das war ein unschönes Erlebnis“, sagte Fegebank am Mittwochabend dem Abendblatt. „Ich habe Anzeige erstattet. Der Rest ist Sache der Polizei.“ Fegebank und die Grünen hatten sich für die Kampagne „Nein heißt Nein“ gegen sexuelle Übergriffe eingesetzt.

Der Hamburger Staatsrat Wolfgang Schmidt (SPD), Gastgeber der Veranstaltung, sagte dem Abendblatt: „Es ist traurig, dass es bei einem so schönen Fest einen so unschönen Vorfall gegeben hat. Ich bin froh, dass der Täter sofort dingfest gemacht werden konnte.“

Identität des Täters noch unklar

Über die Identität des Mannes, der keine Papiere dabei gehabt haben soll, ist offenbar noch nichts bekannt. Es sei denkbar, dass er sich am späten Abend eingeschlichen habe, hieß es.

Das Jahresfest in der Hamburger Landesvertretung in Berlin wird stets von vielen Prominenten besucht. Diesmal waren mehr als 3000 Menschen zu Gast, darunter auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Sozialministerin Manuela Schwesig und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.

Hamburgs Fest in Berlin:

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