Hamburger Bildungspreis

Kitas und Schulen mit hochdotiertem Preis ausgezeichnet

Die Hamburger Sparkasse und das Hamburger Abendblatt zeichneten im Kehrwieder Theater zehn Preisträger aus. Zu den Gewinnern des mit 10.000 Euro dotierten Preises zählten zwei Kitas sowie acht Schulen.

HafenCity. Den Gospel-Klassiker „Higher and Higher“ singen die 35 Schüler des Chors Gospel-Train von der Goethe Schule in Harburg und marschieren durch die Reihen der Zuschauer hinauf zur Bühne – Gänsehautstimmung bei der feierlichen Verleihung des Hamburger Bildungspreises im Kehrwieder Theater in der Speicherstadt am Donnerstagabend.

Wenn die Schüler ihre Stimmen heben und, wie später, „Lean On Me“ singen, durchfluten sie das Theater mit ihrem Gesang und präsentieren genau das, wofür der Bildungspreis von Hamburger Sparkasse (Haspa) und Hamburger Abendblatt steht: Es geht um zelebrierte Lebensfreude, um bewegende Emotionen, um gelebte Gemeinschaft. Und vor allem darum, dass Bildung Spaß machen soll. Zehn Preisträger – zwei Kindertagesstätten und acht Schulen – haben für ihre Bildungsarbeit je 10.000 Euro erhalten.

„Der großartige Auftritt des Gospel-Train hat mich begeistert und das Urteil der Jury eindrucksvoll bestätigt. Das war für mich der emotionale Höhepunkt dieses tollen Abends mit vielen engagierten Pädagogen und Schülern“, sagte Haspa-Vorstandschef Harald Vogelsang. „Da sage noch einer, Hamburgs Bildungseinrichtungen seien schlecht.“ Wer dann noch die begeisterten Gesichter der Preisträger bei der Festveranstaltung erlebt habe, der wisse um die vorbildlichen Seiten der Hamburger Bildungslandschaft.

Das Hamburger Abendblatt und die Haspa haben bereits zum fünften Mal den Hamburger Bildungspreis vergeben. Mit dem Projekt „Jung lehrt Jung“ wird beispielsweise das Gymnasium Corveystraße aus Lokstedt für sein Engagement im Bereich Gesundheit ausgezeichnet. Harald Vogelsang: „Was hier auf die Beine gestellt wird, ist großartig. Das startet bei der Gestaltung des Schulhofs und endet beim Unterrichtskonzept mit Gesundheitstagen – auch in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem UKE und der Michael Stich Stiftung – und einem Erste-Hilfe-Kursus des Deutschen Roten Kreuzes, für das sich viele Schüler nach dem Abitur als Sanitäter weiterengagieren.“

Über den Bildungserfolg der kleineren Kinder der Kindertagesstätten Elbkinder in der City Nord und der Kita Tabita aus Ottensen freute sich Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, besonders. „Es ist erstaunlich, was Kita-Kinder alles können.“

Die Jury aus Michael Just, Leiter der Schulaufsicht, Reiner Lehberger (Universität Hamburg), Peter Daschner, ehemaliger Landesschulrat, Elisabeth Keßeböhmer (Haspa), Chefredakteur Lars Haider, Haspa-Vorstandschef Harald Vogelsang und Abendblatt-Redakteurin Sabine Tesche („Von Mensch zu Mensch“) hatte die Preisträger ausgewählt. Begeistert von den ausgezeichneten Projekten zeigte sich auch Schulsenator Ties Rabe (SPD): „Wasser kommt aus dem Hahn? In Hamburg schon – aber wie sieht es anderswo aus? Zum Beispiel in Nicaragua? Das interessiert die Blankeneser Stadtteilschüler seit Jahren. Auf dem Gebiet der regenerativen Energiesysteme sind sie schon heute Experten. Und damit vielleicht die Problemlöser von morgen.“ Darüber, wie es den Pädagogen an der Schule Schwarzenbergstraße in Harburg gelingt, vermeintliche Schulversager zum Lernen zu motivieren, freute sich Gabriele Wöhlke, Vorsitzende der Budnianer Hilfe e.V. Die zehn Preisträger und die besten 16 Schulen bekamen einen Fortbildungskursus an der Akademie des Hamburger Bildungspreises, finanziert von der Veronika und Volker Putz-Stiftung.