Presserunde: Ist König Olaf wirklich unbesiegbar?

Hamburg. Der Sommer ist vorbei, das Sommerloch verschwunden – und langsam laufen sich die Politiker für die Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015 warm. Bisher sieht vieles nach einem sicheren Sieg von SPD-Bürgermeister Olaf Scholz aus. Sein Senat hat kaum Fehler gemacht und ist gravierende Probleme wie die Wohnungsnot entschieden und erfolgreich angegangen.

Allerdings gibt es mittlerweile neue Parteien, die den Wahlausgang unsicher machen. Zum einen ist da die AfD, die zuletzt große Erfolge bei Wahlen in Ostdeutschland feierte. Und dann gibt es die Partei „Neue Liberale“, in der sich prominente ehemalige FDP-Politiker zusammengefunden haben. Viel Unmut gab es zuletzt über die Verkehrspolitik des Senats, über Dauerstaus und marode Radwege. Dauerstreit gibt es auch über das Thema Hochschule. Ist König Olaf also doch nicht unbesiegbar?

Über die Ausgangslage vor dem Wahlkampf diskutiert Jens Meyer-Wellmann an diesem Sonntag um 21.45 Uhr in der „Hamburger Presserunde“ bei Hamburg1 mit seinen Gästen. Mit dabei: Politikwissenschaftler Prof. Elmar Wiesendahl, der die SPD zwar deutlich vorne sieht, im Wahlkampf aber noch „einige Überraschungen“ und eine starke AfD erwartet. Anette van Koeverden (NDR 90,3) glaubt: „Der Einzige, der Olaf Scholz im Moment zu Fall bringen kann, ist er selbst.“ Der Hamburg-Korrespondent des Deutschlandradios, Axel Schröder, sieht dagegen ein „völliges Versagen“ des SPD-Senats in der Verkehrspolitik. Und Frank Drieschner von der „Zeit“ sagt: „In einem Land mit so flüchtigen Parteibindungen wie wir sie in Hamburg haben, ist keine Mehrheit dauerhaft sicher. Aber, dies vorausgeschickt, sieht es für die SPD wirklich sehr gut aus.“