Pläne des Senats

Hamburg testet Diesel-Hybridbus aus den Niederlanden

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Foto: Roehrbein, Ingo (Hamburg, DEU) / Roehrbein, Ingo (Hamburg, DEU)/Roe

Der futuristische Hybridbus Phileas sieht eher wie eine Straßenbahn aus. In einigen Länder ist er schon im Regelbetrieb eingesetzt, in Hamburg getestet.

Hamburg. Noch plant der Senat sein Busbeschleunigungssystem vor allem hinter verschlossenen Türen - im zweiten Halbjahr 2012 sollen diese Planungen dann auch für die Bürger sichtbar werden. Dann nämlich beginnen die Bauarbeiten für neue Busspuren und weitere Anpassungen der Infrastruktur. Das verriet Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhoff (SPD) gestern bei einer Probefahrt für einen neuen Dieselhybridbus aus den Niederlanden.

Einige Hamburger konnten so schon gestern einen kleinen Ausblick in die Zukunft bekommen. Der futuristische Bus namens Phileas, der eher wie eine Straßenbahn aussieht, wird eine Woche lang von den Pinneberger Verkehrsbetrieben (PVG) getestet. Der Bus hat Türen zu beiden Seiten, alle drei Achsen können einzeln gelenkt werden. Das ermöglicht eine Seitwärtsbewegung, ein "Krabbeln" an den Bordstein, so ähnlich wie Schiffe, die seitwärts an die Kaimauer fahren. Unterstützt durch Magnete und eine intelligente Steuerung fährt der Bus fast von selbst - in den eigenen Busspuren kontrolliert der Fahrer nur den Kurs. Der Bus verbraucht in der Gelenkbusvariante zehn Liter weniger Sprit auf 100 Kilometer als ein einfacher Standard-Linienbus. Für den Einsatz im Linienbetrieb in Hamburg wäre aber ein rein elektrischer Antrieb "die zukunftsträchtigste Lösung".

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Der Bus wurde bereits in Schweden getestet und wird in Frankreich und der Türkei schon im Regelbetrieb eingesetzt. Ob er auch eine Alternative für Hamburg sein kann, ist noch offen.

"Wir freuen uns, dass wir dieses zukunftsweisende Fahrzeug zu Testzwecken nach Hamburg holen konnten", sagte PVG-Vorstand Thomas Becker. Nach dem Test eines rein elektrischen Kleinbusses in Blankenese im vergangenen Jahr wollte das Unternehmen mit dem Phileas eine "weitere Option für Hamburgs modernen und ökologischen Busverkehr" auszuprobieren.

Es wird nicht der letzte Test gewesen sein. Weitere Modelle von anderen Herstellern sollen folgen.

( (rek) )