Mein Quartier – Stadtteilreporter berichten

Abriss des Hauses der Heimat verzögert sich bis August

Fachwerkensemble muss nach Termitenbefall Neubau weichen

St. Pauli. Seit 120 Jahren steht das Haus der Heimat im Karolinenviertel. In der Nähe zur ehemaligen Gnadenkirche rottet das Fachwerkensemble nun allerdings am Tschaikowsky-Platz vor sich hin. Das Gebälk ist so stark von der Gelbfüßigen Bodentermite befallen, dass auch die Bundesanstalt für Materialforschung einen Neubau empfiehlt. Das Grundstück gehört seit 2007 der russisch-orthodoxen Gemeinde des heiligen Johannes von Kronstadt. Sie soll für 3,2 Millionen Euro ein neues Gemeindehaus mit zwölf Pilgerzimmern, Unterrichtsräumen und Restaurant bauen. Der entsprechende Entwurf ist im Bezirk bereits genehmigt. Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde, sagt: "Der Bauantrag sieht einen Entwurf vor, der an einer Stelle die Grundstücksgrenzen überschreitet." Es sei ein Geländetausch zwischen der Stadt und der russisch-orthodoxen Gemeinde nötig. "Der entsprechende Vorschlag geht hoffentlich noch im August an die Kommission für Bodenordnung."

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