Bezirk bedauert Wechsel ins Rathaus

Bergedorfs Amtsleiter Krupp ist beliebt. Parteien befürworten Ausschreibung der Stelle

Bergedorf. In Bergedorf wird der Abgang des Bezirksamtsleiters bedauert. "Christoph Krupp hat eine ausgesprochen gute Arbeit gemacht und so über die Parteigrenzen hinweg große Anerkennung genossen", sagt Dennis Gladiator, CDU-Kreisvorsitzender in Bergedorf und künftiger Bürgerschaftsabgeordneter. So sei Krupp 2007 trotz absoluter Mehrheit der CDU in seinem Amt wiedergewählt worden. "Er wird eine Lücke reißen, die wir in Bergedorf schnellstmöglich ausfüllen werden."

Auch GAL-Fraktionschefin Elisabeth Liesing Lühr bedauert, dass Christoph Krupp geht. "Er hat sich so für Bergedorf engagiert. Immer vorausschauend gedacht und gehandelt." Heiko Pohse, Vorsitzender des FDP-Bezirksverbands Bergedorf, geht noch weiter: "Auch wenn die Berufung in die Senatskanzlei für Herrn Krupp eine Auszeichnung ist, für Bergedorf bedeutet sie einen großen Verlust." Krupp habe Bergedorf verkörpert. "Jemanden mit diesem Format zu finden wird schwer. Er hinterlässt große Fußstapfen."

Wer Krupp in das Amt des Bezirksamtsleiters folgen wird, ist noch unklar. Gladiator von der CDU spricht sich dafür aus, die Stelle des Bezirksamtsleiters auszuschreiben. "Sobald die Bezirksversammlung konstituiert ist, müssen sich die Mitglieder über eine Ausschreibung verständigen", so der Politiker. Schließlich gelte schon lange das Motto: Nicht das Parteibuch entscheidet über eine Position, sondern die Qualifikation. Auch bei der FDP wird eine Ausschreibung favorisiert. "Es geht in diesem Fall vor allem um den Menschen. Wir müssen jemanden finden, der sich mit Bergedorf identifiziert", so Pohse. "Und wer weiß, vielleicht kommt derjenige oder diejenige aus einem anderen Bezirk oder einer andern Stadt." "Ich plädiere dafür, wie in der Vergangenheit zu verfahren und eine Ausschreibung zu machen", so Liesing Lühr von der GAL. Und bei der SPD heißt es, eine Ausschreibung sei in Bergedorf keine Überraschung. "Am Montag werden wir in der Fraktionssitzung beraten", sagt Werner Omniczynski.