Linkspartei will Freytag Falschaussage zur HSH nachweisen

Hamburg. Die Fraktion der Linkspartei in der Bürgerschaft geht davon aus, dass der damalige Hamburger Finanzsenator Michael Freytag (CDU) Ende 2007 über die drohende Schieflage der HSH Nordbank informiert war. Das werde die entscheidende Frage in der heutigen Vernehmung Freytags vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) sein. Linken-Finanzexperte Joachim Bischoff zufolge hatte Freytag Mitte 2007 Berichte der HSH zur Risikolage der Bank angefordert. Dass er die Lage dennoch noch 2008 positiv dargestellt hatte, sei möglicherweise sogar ein Fall für den Staatsanwalt. Der frühere Chef der Bank IKB, Stefan Ortseifen, sei wegen ähnlicher Vergehen verurteilt worden.

In einer Studie kommen Experten der Linkspartei zu dem Schluss, dass das Debakel bei der HSH Nordbank Bund und Länder insgesamt 32,5 Milliarden Euro kosten wird.