Handwerker dürfen HVV-ProfiCard behalten

Nach dem Abendblatt-Bericht wird es auch 2011 die vergünstigte Fahrkarte geben

Hamburg. Nach erheblichen Protesten seitens betroffener Handwerker rudert der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) nun zurück: Er hebt die Kündigung des ProfiCard-Vertrags mit der Vereinigten Innungsgeschäftsstelle Hamburg (VIG) wieder auf. Wie berichtet, wurde dem Handwerkerverbund vor vier Wochen mitgeteilt, dass seine Mitglieder ab 2011 nicht mehr in den Genuss der vergünstigten Abo-Fahrkarte kommen könnten.

Daraufhin stellte Karin Timmermann, verkehrpolitische Sprecherin der SPD, eine Anfrage an den Senat. "Das hat den Prozess ins Rollen gebracht und die Gespräche wieder aufleben lassen", sagte Daniela Schier, Geschäftsführungsassistentin bei der VIG. Das Angebot der ProfiCard richtet sich an Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern. Die VIG erfüllt diese Vertragsbedingung als eine Vereinigung von 164 kleinen Handwerksbetrieben nicht. Allerdings gilt für die VIG seit 16 Jahren eine Sonderregelung. Nun wurde eine Verlängerung von zwei Jahren erreicht. Inzwischen räumte auch HVV-Sprecherin Gisela Becker gegenüber dem Abendblatt ein: Die Auflösung des Vertrags sei vielleicht doch ein bisschen plötzlich gewesen.

Anfragen von ähnlichen Verbänden wurden jedoch aus Kostengründen abgewiesen. Auch für die VIG gibt es noch keine endgültige Lösung. Der HVV will demnächst über langfristige Konzeptionen in Verhandlung treten. Doch erst einmal herrscht große Freude bei den Handwerkern: "Immer wieder rufen Mitglieder bei uns an, um sich für das Engagement zu bedanken", sagte Daniela Schier.