Ein Prosit auf Hamburg und die WM

Fast 1500 Gäste kamen zum Parlamentarischen Sommerfest in den Innenhof und die Diele des Rathauses - auch zum Fußballgucken

An diesem Abend treten die politischen Probleme beiseite - jedenfalls offiziell: Erstmals begrüßte Bürgerschaftspräsident Lutz Mohaupt (parteilos) - seit März im Amt - die Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Politik zum Parlamentarischen Sommerfest im Innenhof und auf der Diele des Rathauses. Rund 1500 Frauen und Männer hatten sich angemeldet - angesichts des hochsommerlichen Bilderbuchwetters dürften die meisten auch gekommen sein.

"Wie man sehen kann, sind meine Verbindungen nach oben noch voll funktionsfähig - trotz Ruhestands", sagte Mohaupt, langjähriger Hauptpastor von St. Jacobi, mit Blick auf das Wetter. Und dann wünschte er sich, ganz unparlamentarisch, dass die Gäste zu den Klängen der Bigband des Polizeiorchesters "ein bisschen mitrocken".

GAL-Fraktionschef Jens Kerstan outete sich als Wetterprophet. "Es ist ein gutes Omen, dass beim Sommerfest zum ersten Mal nach vielen Jahren die Sonne scheint. Das wird ein guter Sommer", lautete Kerstans heitere Prognose. Doch wie es sich in der Politik gehört, gab es auch eine Gegenmeinung. "In den letzten Jahren konnte man sich bei Sturzregen in einer kleinen Gruppe als harter Kern gemeinsam unterstellen. Das hatte auch was", befand Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU).

Am Montag vor der letzten Sitzung der Bürgerschaft vor der Sommerpause laden die Abgeordneten traditionell ins Rathaus ein - jetzt schon zum 16. Mal. Damit Fußball-Interesse kein Ausschlussgrund war, wurde das WM-Achtelfinal-Spiel zwischen Brasilien und Chile auf einer großen Leinwand in der Rathausdiele gezeigt.