Spenden Hamburg

Musicalstars sammeln für todkranke Kinder

Foto: Patrick Piel

Christa Goetsch, Abendblatt-Redakteurin Renate Schneider und Darsteller Willi Welp nahmen einen Scheck über 17.850 Euro entgegen.

Hamburg. 17.850 Euro Spenden an fünf Abenden - eine Summe, die sich sehen lassen kann. Gesammelt wurde sie während der Osterzeit vom Ensemble des Disney-Musicals "Der König der Löwen" für den ambulanten Kinderhospizdienst "Familienhafen". Gestern nahmen die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch (GAL), Abendblatt-Redakteurin Renate Schneider und Darsteller Willi Welp den Scheck entgegen. Der Abendblatt-Verein "Kinder helfen Kindern", der von Renate Schneider geführt wird, hatte zur Gründung des ambulanten Pflegedienstes bereits 20.000 Euro bereitgestellt.

Die Darsteller und Tänzer vom Theater im Hafen, in dem das Musical aufgeführt wird, schoben für den guten Zweck Doppelschichten: Nach der Vorstellung setzten sie sich noch in ihren Originalkostümen in die Spendenboxen und nahmen die zahlreichen Angebote entgegen. Die enorme Spendenbereitschaft versetzte das Ensemble in positive Verwunderung. Willi Welp, der im Musical den bösen Onkel Scar des kleinen Löwen Simba spielt, sagte begeistert: "Mit so viel Hilfsbereitschaft und Einsatz der Zuschauer und meiner Kollegen hatte ich nicht gerechnet. Ich finde es toll, dass wir als Hamburger Ensemble eine lokale Organisation gezielt unterstützen." Auch Welp liegt das Projekt besonders am Herzen, er unterstützt den Familienhafen als Botschafter.

Die ehrenamtliche Organisation begleitet und entlastet Familien seit Juni 2009 bei der Pflege ihrer todkranken Kinder zu Hause - und das 365 Tage im Jahr. Außerdem kümmert sich der Familienhafen auch um die Geschwister der kranken Kinder und schafft Zeit für Entlastung. Auch Christa Goetsch, Förderin des Vereins, freute sich sehr über die finanzielle Unterstützung: "Ein solches ehrenamtliches Engagement bringt die Menschen einander näher. Die Arbeit der Freiwilligen im Familiendienst ist nicht nur unbezahlt - sie ist wirklich unbezahlbar."