Kirche St. Gertrud

Hamburgs geografischer Mittelpunkt feiert Jubiläum

Foto: Pastor Frie Bräsen

In diesem Jahr feiert die Kirche an der Kuhmühle 125. "Geburtstag". Im Mittelpunkt der Hansestadt steht "Gertrud" aber sowieso immer.

Hamburg. "Gertrud" ist bescheiden. Sie lässt niemanden wissen, dass sie im Mittelpunkt steht. Kein Schild, das darauf aufmerksam macht, kein Gedenkstein. Und doch: Sie steht immer im Mittelpunkt. Sie ist der Mittelpunkt von Hamburg - die Kirche St. Gertrud auf der Uhlenhorst. Neben der Kirche, auf der südöstlichen Seite, ist das geografische Zentrum von Hamburg. Bei 53 Grad, 34 Minuten, 8 Sekunden nördlicher Breite und 10 Grad, 1 Minute, 44 Sekunden östlicher Länge. So die gängige Meinung. Nach neuen Berechnungen könnte der Mittelpunkt zwar auch ein Stück weiter, beim Gymnasium Lerchenfeld, liegen, doch für die Uhlenhorster - und Pastor Heinz-Jochen Blaschke - bleibt St. Gertrud das Zentrum von Hamburg. Im doppelten Sinne - und in diesem Jahr ganz besonders. Denn die Kirche wird am Palmsonntag 125 Jahre alt.

In den vielen Jahren hat "Gertrud" einiges erlebt. Zu den Highlights gehören die Konfirmation von Helmut Schmidt und der Weihnachtsgottesdienst 2007 mit dem Bundespräsidenten als Ehrengast, der bundesweit im Fernsehen übertragen wurde. Wer "Gertrud" besucht, sieht mit etwas Glück auch einen der Turmfalken, die jedes Jahr ihr Nest im 88 Meter hohen Turm bauen. St. Gertrud ist Sonntagnachmittags von 14 bis 17 Uhr auch außerhalb der Gottesdienste und Konzerte geöffnet.