HSH Nordbank-Affäre

PUA: Die SPD lädt Michael Freytag vor

Der Grund: Laut der SPD hat der Finanzsenator Parlament und Öffentlichkeit lange über die Schieflage der Bank getäuscht.

Hamburg. Die SPD hat nun auch offiziell die Vernehmung von Finanzsenator Michael Freytag (CDU) vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zur HSH Nordbank beantragt. "Wir wollen den Finanzsenator als Zeugen vernehmen, da er gegenüber Parlament und Öffentlichkeit sehr lange das Bild einer ,im Kern gesunden Bank' gezeichnet hat", sagte der SPD-Obmann im PUA, Thomas Völsch. Freytag habe an diesem Bild auch noch festgehalten, als die Bank bereits in gefährliche Schieflage geraten war.

"Wir wollen klären, ob Herr Freytag und auch der Erste Bürgermeister bereits Ende 2007 oder Anfang 2008 eine Kapitalerhöhung durch die Anteilseigner diskutierten. Vermerke der Beteiligungsverwaltung legen das sehr nahe", so Völsch. Öffentlich sei dagegen vor der Wahl im Februar 2008 stets erklärt worden, eine Kapitalerhöhung sei kein Thema.

Der PUA soll aufklären, wie es zu den Milliardenverlusten der HSH kam.