Silvester

Silvester-Bilanz der Hamburger Kliniken

Norddeutschland. In den großen Notaufnahmen der Asklepios Kliniken gab es in der Silvesternacht reichlich zu tun. Fast alle Patienten kamen alkoholisiert in die Klinik, viele mit einer Alkoholvergiftung. Knallkörper- und Sturzverletzungen ließen die Chirurgen kaum zur Ruhe kommen.

Besonders hoch war der Andrang in der Klinik St. Georg: Hier wurden 206 Patienten in der Nacht versorgt, darunter eine lebensgefährliche Stichverletzung durch das Auge ins Gehirn. Die vier diensthabenden Chirurgen waren die ganze Nacht pausenlos beschäftigt.

Auch die Kliniken Altona und Wandsbek verzeichneten deutlich mehr Patienten als üblich. Auffällig war die hohe Zahl von jungen Frauen mit Alkoholvergiftungen in Altona.

Um zehn Minuten nach Mitternacht kam im Kreißsaal der Asklepios Klinik Harburg das diesjährige Hamburger Neujahrsbaby zur Welt: Der kleine Emir A. wiegt 3820 Gramm, ist 55 Zentimeter lang und das dritte Kind der Familie.

Am AK Barmbek verlief die Silvesternacht in der Notaufnahme dagegen weitgehend im Rahmen des Üblichen. Insgesamt wurden hier 55 Patienten versorgt, etwas weniger als im Vorjahr. Auch hier kamen viele Augenverletzungen nach Unfällen mit Feuerwerkskörpern in die Ambulanz. Und: Um 9.25 Uhr bzw. 9.26 Uhr kamen hier die ersten Zwillinge des Jahres zur Welt!

In der Zentralen Notaufnahme der Klinik Nord-Heidberg wurden bis zum frühen Morgen insgesamt 39 Patienten versorgt, Auffälligkeiten gab es hier keine.

Im Westklinikum Hamburg in Rissen wurde ein 14-Jähriger mit Alkoholvergiftung eingeliefert, ansonsten verlief die Nacht mit sechs Patienten hier eher ruhig.

Im AK Bad Oldesloe waren drei Handverbrennungen ambulant zu versorgen, ansonsten blieb die Silvesternacht auch hier ruhig.

Sehr ruhig verlief die Jahreswende dagegen auf Sylt: Die Nordseeklinik in Westerland hatte insgesamt 30 Patienten zu versorgen, durch das strikte Feuerwerkverbot kam es zu keinen Verletzungen.