Harburg
Fussball

Frauen des Buchholzer FC in der Erfolgsspur

Nach einem Eckball des SV Heidekraut Andervenne befördert die Buchholzerin Alena Kastens den Ball aus der Gefahrenzone. Wenig später nahm das Unheil mit dem 0:1 seinen Lauf.

Nach einem Eckball des SV Heidekraut Andervenne befördert die Buchholzerin Alena Kastens den Ball aus der Gefahrenzone. Wenig später nahm das Unheil mit dem 0:1 seinen Lauf.

Foto: Markus Steinbrück

Trotz eines 0:4 gegen Andervenne ist der Aufsteiger vielversprechend in die Frauen-Oberligasaison gestartet.

Buchholz.  Nach zwei Siegen war die 0:4 (0:0)-Heimniederlage für die Fußballfrauen des Buchholzer FC in der Oberliga Niedersachsen gegen den SV Heidekraut Andervenne ein Dämpfer. Mehr aber auch nicht, betont Trainer Sven Kiesel, der mit dem bisherigen Saisonverlauf des Aufsteigers – zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen – hochzufrieden ist. „Vor der Saison hätte ich das unterschrieben“, sagte er.

Anouschka Hachmann knickt um und droht länger auszufallen

Die Niederlage gegen Andervenne sei „ein bisschen bitter“, aber auch kein Beinbruch. Zumal seine Mannschaft eine Halbzeit lang gegen den Vorjahreszweiten der Oberliga mithalten und das Spiel – auch gemessen an den Torchancen – ausgeglichen gestalten konnte. Kurz vor der Pause allerdings trat die bis dato beste Torschützin Anouschka Hachmann (vier Saisontore) einer Gegenspielerin so unglücklich auf den Fuß, dass sie selbst umknickte und verletzt ausschied. „Sie wird wohl länger ausfallen“, mutmaßt Sven Kiesel.

Nach der Pause konnten die BFC-Damen dem immer größer werdenden Druck der Gegnerinnen nicht lange standhalten und kassierten nach einer knappen Stunde den ersten Gegentreffer. „Mit 0:4 ist die Niederlage am Ende um zwei Tore zu hoch ausgefallen“, sagte Kiesel. „Wir hatten konditionell und mental aber auch nichts mehr entgegenzusetzen.“ Die letzten 30 Minuten seien deshalb auch zu einer Lehrstunde für sein junges Team geworden, dessen Durchschnittsalter zwischen 18 und 19 Jahren liegt.

Ausgeglichene Bilanz nach den ersten fünf Saisonspielen

Insofern entspreche das Ergebnis auch den unterschiedlichen Ansprüchen der Vereine. Von Andervenne weiß Sven Kiesel, dass der Verein in die Regionalliga aufsteigen will; was schwer genug werden dürfte angesichts der scheinbaren Übermacht des Osnabrücker SC (fünf Spiele, fünf Siege). Für den BFC gehe dagegen einzig und allein um den Klassenerhalt.

Zwei, drei andere Mannschaften sieht der Trainer etwa auf dem Niveau der BFC-Damen. „Gegen diese müssen wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen“, sagt der Trainer, dessen Team mit einer 3:5-Niederlage beim FC Oste/Oldendorf in die Saison gestartet war, dann beim 2:2 auf eigener Anlage gegen den TSV Abbehausen den ersten Punkt holte und danach zweimal mit jeweils 4:3 zuhause gegen den FC Geestland und auswärts bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf siegte.

Nächstes Oberligaspiel erst am 13. Oktober in Schüttorf

Die nach fünf Saisonspielen vielen Gegentreffer, nämlich 17, sieht Sven Kiesel nicht als Problem an: „Vor dem Spiel gegen Andervenne war unser Torverhältnis mit 13:13 ausgeglichen. Solange wir vorne treffen, schaden uns die Gegentore nicht.“ Trotzdem werde man die drei spielfreien Wochen nutzen, die Fehler im Abwehrverhalten auszumerzen und Blessuren verschiedener Spielerinnen auszukurieren. Erst am Sonntag, 13. Oktober, steht das nächste Oberligaspiel beim SV Suddendorf-Samern, einem Ortsteil von Schüttorf, an der holländischen Grenze an.

Wohl keine Pause wird es für Emilia van Gunst geben, die mit einer Nominierung für den DFB-Länderpokal vom 2. bis 6. Oktober in Duisburg-Wedau rechnen darf. Zuletzt war sie bei der erfolgreichen Generalprobe der U18-Niedersachsenauswahl (3:0 gegen Bremen) im Einsatz für die von Sven Kathmann trainierte Juniorinnenauswahl.

Regionalligafrauen des VfL Jesteburg gelingt der erste Saisonsieg

Eine Klasse höher in der Regionalliga Nord ist den Frauen des VfL Jesteburg im fünften Spiel endlich der erste Sieg gelungen. Durch den 4:1 (3:1)-Auswärtssieg bei der zweiten Vertretung von Werder Bremen reichten die VfL-Damen die rote Laterne des Tabellenletzen an die Hanseatinnen weiter. Dabei hatte die Partie in Bremen wenig vielversprechend begonnen. Schon in der dritten Minute kassierte Jesteburg das 0:1 und überließ im weiteren Verlauf den Gastgeberinnen das spielerische Kommando.

Die Tore machte allerdings der VfL Jesteburg, nachdem Torhüterin Laura Jungblut einige Mal stark einen höheren Rückstand zu verhindern wusste. Ihre Vorderleute setzten durch Konter Nadelstiche. Nele Heins (18.) erzielte den Ausgleich und Tania Rocha Ferreira stellte mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten noch vor der Pause auf 3:1.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste aus dem Kreis Harburg die besseren Chancen. Eine davon nutzte die drei Minuten zuvor eingewechselte Fabienne Stejskal zum entscheidenden 4:1-Endstand (86.). „Heute haben wir unsere Chancen endlich mal konsequent genutzt. Die drei Punkte fühlen sich richtig gut an“, sagte Spielertrainerin Laura Jungblut. Nun gilt es nachzulegen. Am besten im Heimspiel am kommenden Sonntag, 29. September, um 14 Uhr gegen Holstein Kiel.

Eintracht Elbmarsch verliert 1:2 gegen Meister Anderlingen

Weiter auf den ersten Sieg warten dagegen die Landesliga-Frauen von Eintracht Elbmarsch. Sie verloren ihr Heimspiel gegen den Meister der vergangenen zwei Spielzeiten, die SG Anderlingen/Byhusen, mit 1:2 (1:1). Die Gäste verzichteten jeweils auf den Aufstieg und hatten in Drennhausen nicht ihren besten Tag erwischt. So egalisierte Nathalie Bödder Mitte der ersten Halbzeit den 0:1-Rückstand, bevor die Gäste in der 79. Minute doch zum etwas glücklichen Sieg kamen. „Am Ende hat ein individueller Fehler in der Defensive und die etwas größere Qualität im Abschluss entschieden“, sagte Eintracht-Trainer Jan Flindt.