Harburg
Tanzen

Buchholzer Tänzer wollen zur Weltmeisterschaft

Bereits seit Anfang April bereiten sich die Lateintänzer von Blau-Weiss Buchholz akribisch auf die deutsche Meisterschaft am 9. November in der Alsterdorfer Halle vor. 

Bereits seit Anfang April bereiten sich die Lateintänzer von Blau-Weiss Buchholz akribisch auf die deutsche Meisterschaft am 9. November in der Alsterdorfer Halle vor. 

Foto: Eckhard Beermann / Fovento

Der dritte Platz ist nicht mehr genug: Blau-Weiss-Lateinformation will bei der Heim-DM am 9. November zu neuen Ufern aufbrechen.

Buchholz.  Es ist ruhig geworden um die Formationstänzer von Blau-Weiss Buchholz. Die Bundesligasaison endete im März, in den vergangenen Monaten waren die Lateintänzer vor allem als Einzelpaare aktiv und erfolgreich. Die individuelle Leistungsentwicklung kommt auch der Formation zugute. Nun gilt es Spannung aufzubauen für die Saison 2019/2020, die wie gewohnt mit den deutschen Meisterschaften beginnt.

Etwa 4500 Zuschauer werden in der Alsterdorfer Halle erwartet

Besonderes Schmankerl dieses Jahres: Blau-Weiss Buchholz ist vom Deutschen Tanzsportverband (DTV) die Ausrichtung dieser Titelkämpfe übertragen worden. Ort des Geschehens ist am Sonnabend, 9. November, die Sporthalle Hamburg, bekannt auch als Alsterdorfer Halle. 16 Formationen, jeweils acht im Latein- und Standard-Bereich, bewerben sich nicht nur um die Titel und weiteren Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften. 4500 Zuschauer werden in Hamburg erwartet, das NDR-Fernsehen wird die Endrunden am späten Abend übertragen.

Cheftrainerin Becker: „Müssen unser hohes Niveau besser sichtbar machen“

Im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt äußert sich die Cheftrainerin Franziska Becker zur bevorstehenden Saison, über die Vorfreude auf die Heimmeisterschaft und die Ziele der A-Formation.

Sie stecken mitten in den Vorbereitungen auf die neue Saison und die deutsche Meisterschaft. Mit der vergangenen Saison waren Sie nicht ganz zufrieden. Welche Schlüsse wurden gezogen?

Franziska Becker: Bei der deutschen Meisterschaft 2018 sind wir Dritter geworden. Der Abstand zu Platz eins und zwei war punktemäßig relativ groß – zu groß vor allem im technischen Bereich, in dem wir uns aus meiner Sicht auf Augenhöhe mit den anderen befinden. Die neue Choreographie „Rhythm – lives in you“ saß noch nicht so perfekt wie ich mir das gewünscht hätte. In der Bundesligasaison konnte sich das Team dann von Wettkampf zu Wettkampf enorm steigern. Leider spiegelte sich das in den Wertungen nicht wider.

Dass ihr Team in Bremerhaven nur auf dem fünften Platz landete, hat in der Tanzsportszene für einige Verwunderung gesorgt.

Das kann man so sagen. Gemeinsam mit meinem Trainerkollegen Christopher Voigt haben wir das eingehend analysiert und sind zum Schluss gekommen, dass wir daran arbeiten müssen, unser hohes Niveau besser sichtbar zu machen. Im Vergleich zur vorherigen Choreographie „The Team“ ist das neue Konzept ein Quantensprung – an der Dosierung muss aber noch gearbeitet werden.

Worauf dürfen sich die Tanzsportfans in diesem Jahr freuen?

Wir arbeiten bereits seit Anfang April akribisch an unserem Konzept, das die eine oder andere Überraschung bereit hält. Natürlich ist das Team bis in die Haarspitzen motiviert. Auch in diesem Jahr konnten wir den Kader wieder aus dem eigenen Nachwuchs zusammenstellen, was auf diesem Niveau eine absolute Ausnahme ist. Wenn ich mir den Trainingsstand anschaue, ist die Weiterentwicklung sichtbar. In dieser sehr guten Frühform haben wir uns sonst nicht bewegt. Auch dass das gesamte Umfeld in Planung und Organisation eingebunden ist, scheint das A-Team zu beflügeln.

Welche Ziele haben Sie sich mit ihrem Team gesetzt?

Wir sind dreimal in Folge Dritter bei deutschen Meisterschaften geworden und schauen deshalb nach vorn. Das Ziel ist es, sich vor unserem Heimpublikum für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Die Konkurrenzsituation ist brisant, denn das Team aus Velbert ist bereits für die Weltmeisterschaft, die im Dezember in Bremen stattfindet, qualifiziert. Der Grün-Gold-Club Bremen wird alles daran setzten, sich ebenfalls zu qualifizieren. Für uns bedeutet das, dass wir entweder deutscher Meister oder Zweiter hinter Velbert werden müssen. Wirklich einschätzen kann man das Leistungsniveau im Vorfeld nicht, so dass wir erst am Abend des 9. November wissen, ob die Chance da ist.

Eintrittskarten für die deutschen Meisterschaften gibt es im Vorverkauf unter anderem in Buchholz (Smile Records), Seevetal (Gemeinde-Rathaus, Reise-Centrum Mielck), Jesteburg (Jesteburg-Touristik), Winsen (Rathaus, Luhe-Reisen, Tui-Reisecenter, Reiseservice Stender) und im Internet www.dm2019.info.