Harburg
Fussball

Später Ausgleich im Winsener Stadtderby

Die lange Zeit beste Chance. Dieser Kopfball von Winsens Simon Pfeiffer (r.) landet an der Latte des von Marcel Sötebier gehüteten Borsteler Tores.

Die lange Zeit beste Chance. Dieser Kopfball von Winsens Simon Pfeiffer (r.) landet an der Latte des von Marcel Sötebier gehüteten Borsteler Tores.

Foto: Markus Steinbrück

Die Trainer des MTV Borstel-Sangenstedt und TSV Winsen bewerten das 1:1-Remis in der Fußball-Bezirksliga insgesamt als gerecht.

Winsen.  Mit einem 1:1 (0:0)-Remis ist das Winsener Stadtderby und Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga zwei zwischen dem MTV Borstel-Sangenstedt und TSV Winsen zu Ende gegangen. „Unter dem Strich ist das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis, aber ich ärgere mich über den Ausgleich“, sagte MTV-Trainer René Schrader, der eine Szene in der 87. Minute ansprach.

Nach einem langen Ball des TSV Winsen wollte Sven Ließke klären, traf den Ball aber nicht richtig, so dass die Kugel Richtung Torhüter Marcel Sötebier rollte, der ihn mit den Händen aufnahm. Schiedsrichterin Celina-Sophie Böhm entschied auf unerlaubten Rückpass und blieb auch nach Rücksprache mit ihrem Assistenten bei dieser Regelauslegung: indirekter Freistoß aus etwa acht Metern für Winsen.

Sascha Krause trifft wie Patrik Andersson 2001 für Bayern München

„Aus meiner Sicht eine Fifty-fifty-Entscheidung. Den kann man geben, muss man aber nicht“, sagte TSV-Trainer Henrik Titze, der dann beobachtete, wie sein Team den Ball wie 2001 Patrik Andersson für den FC Bayern München durch die Mauer zum 1:1-Endstand versenkte (87.). Simon Pfeiffer hatte angetippt, Sascha Krause geschossen. „Den Olli Kahn hab ich aber nicht gemacht“, so Henrik Titze mit einem Schmunzeln, „zur Eckfahne wär ich nur gerannt, wenn es der Siegtreffer gewesen wäre.“

Titzes Gesamtfazit: „Am Ende ist der Punkt etwas glücklich zustande gekommen. Aufgrund der ersten Halbzeit aber eigentlich zu wenig.“ In den ersten 45 Minuten waren die Gäste vom Jahnplatz spielbestimmend, hatten fünf bis sechs gute Chancen, in Führung zu gehen. Simon Pfeiffer traf mit einem Kopfball die Latte (11.). Auch ein abgefälschter Schuss von Allaa Mrisi senkte sich als Bogenlampe an die Latte. Als Maximilian Schmidt den Abpraller ins leere Tor schob, stand er allerdings im Abseits (32.). Borstel hatte in er ersten Halbzeit nur eine gute Chance durch einen Fernschuss von Gerit Nowostawski, der am langen Pfosten vorbeistrich.

Der 18-jährige Lukas Kölm schießt das 1:0 für Borstel-Sangenstedt

Nach dem Wechsel war das Spiel ausgeglichener. Borstel ging durch den erst 18 Jahre alten Lukas Kölm, der noch A-Jugend spielen könnte, in Führung (54.). „Im letzten Drittel haben wir heute nicht die nötige Ruhe gehabt und zu viele Fehler gemacht“, kritisierte René Schrader seine Spieler, in der Folgezeit zu wenig Kapital aus den guten Ansätzen geschlagen zu haben. Und so musste sich Borstel im dritten Saisonspiel erstmals mit einer Punkteteilung zufrieden geben.

„Ein Pflichtsieg“, so bezeichnete ihn Ligamanager Philipp Meyn, feierte Eintracht Elbmarsch mit dem 4:1 (0:0) bei Vorwerk Celle. Nach 20 Minuten übernahm die Eintracht das Kommando und agierte fortan spielbestimmend, nur die Tore fehlten. Die fielen erst nach dem Wechsel. Brustlöser war ein Traumtor von Chuck Bödder, der die Kugel in den Winkel schlenzte (53.). „Danach haben wir sie an die Wand gespielt“, so Meyn.

4:1 bei Vorwerk Celle – erster Saisonsieg für Eintracht Elbmarsch

Doch nach einem Schnitzer von Jan-Claas Eckermann stand es plötzlich 1:1 (79.). Aber Elbmarsch war an diesem Tag auch mental stabil genug, um nachzulegen. Der 19 Jahre alte Marvin Schulga erzielte zwei Tore, bevor Mark Schade, der Schulgas ersten Treffer vorbereitet hatte, in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand herstellte. Es war der erste Sieg für die Eintracht im dritten Spiel, alle auswärts. Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, gegen Schneverdingen wird erstmals in Drennhausen gespielt.

Nach mehr als einem Jahr haben die Kicker des TuS Fleestedt wieder ein Heimspiel im Sportzentrum Seevetal verloren. Kein Beinbruch, denn nach dem Aufstieg in die Bezirksliga sind die Gäste aus anderem Holz geschnitzt; dazu war der aktuelle Gegner MTV Soltau in der vergangenen Spielzeit einer der Spitzenclubs.

Erste Heimniederlage für TuS Fleestedt seit über einem Jahr

Das muntere Scheibenschießen in der ersten Halbzeit gewann Fleestedt durch zwei Treffer von Jannick Peter (2) und einen von Sascha Gorris noch 3:2. Nach dem Wechsel ließen die Kräfte etwas nach und Soltau legte drei weitere Tore zum 5:3-Auswärtssieg nach. Dabei schnürte Mika-Jaimi Gonzalez einen Dreierpack. Aufsteiger Fleestedt steht nach zwei Remis und zwei Niederlagen auf einem Abstiegsplatz.

Tabellenführer bleibt die SG Scharmbeck-Pattensen, die im Duell zweier am Mittwoch im Pokal aktiver Mannschaften mit 2:1 (2:1) in Egestorf gewann. Als Antwort auf die frühen Tore von Cedric Rathje (6.) und Dzenan Derlek (9.) fiel Egestorf nur der ebenfalls frühe Anschlusstreffer durch Lucas Meyer (19.) ein. Als einziges Team noch ohne Verlustpunkt ist der TV Meckelfeld nach dem 3:2 beim SV Lindwedel-Hope.