Harburg
Hockey

Heimfeld zittert um Klassenerhalt

Amelie Herzberg von der TG Hemfeld scheitert an Bonns Torhüterin Wiebke Rütten

Amelie Herzberg von der TG Hemfeld scheitert an Bonns Torhüterin Wiebke Rütten

Foto: Volker Koch

Hockey-Damen und -Herren bleiben in der 2. Bundesliga hinter Erwartungen zurück.

Heimfeld. Es könnte noch einmal eng werden für die Zweitliga-Hockeyfrauen der TG Heimfeld. In zwei Spielen sprang zuletzt wieder nur ein Punkt beim 1:1 gegen den Bonner THV heraus. Das zweite Spiel ging mit 0:1 bei Hannover 78 verloren. Auch die Männer der TG Heimfeld mussten im Abstiegskampf einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nach 3:2 zur Pause kassierten sie gegen den Gladbacher HTC am Ende eine 4:6-Heimpleite.

Gerade weil ihnen die Bedeutung der beiden Spiele für den Klassenerhalt bewusst war, gingen die Heimfelder Hockeydamen hoch motiviert in das Spiel gegen den Bonner THV. Und obwohl sie die Partie über weite Strecken dominierten, konnten die Gegnerinnen aus Bonn in der 19. Minute ein Tor erzielen. Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit konnte Josefine Düring eine von insgesamt sechs Strafecken zum Ausgleich nutzen. Ab diesem Zeitpunkt spielte die TG Heimfeld auf eigenem Platz nur noch Pressing. Zwar entwickelte sich eine emotionale Schlussviertelstunde, doch Zählbares sprang nicht mehr heraus. Der Funken sprang sogar auf die Zuschauer über, einer der Besucher kassierte einen Platzverweis.

Beim Mitabstiegskandidaten Hannover 78 gerieten die TGH-Frauen durch einen aus ihrer Sicht unverdienten Treffer in Rückstand. Danach hatte das Team des Trainergespanns Tobias Bremer/Alexander Linss überwiegend Ballbesitz, konnte aber keine wirkliche Gefahr vor dem gegnerischen Tor erzeugen.

Wegen einer Spielverlegung haben die Hockeydamen nächstes Wochenende frei. Am 17. Mai geht es im Kellerduell am Waldschlößchen wieder um wichtige Punkte für den Klassenerhalt gegen Schlusslicht DHC Hannover. Bei einem Abstieg des Vorletzten der 2. Bundesliga, Harvestehuder THC, gäbe es in der 2. Liga Nord zwei Absteiger.

Den Zweitligaherren der TG Heimfeld würde zwar der vorletzte Tabellenplatz zum Klassenerhalt genügen, doch auch sie müssen sich als aktueller Tabellenletzter mit dem Thema Abstieg befassen. Nach dem 4:6 gegen den Tabellenvierten Gladbacher HTC umso mehr. Konnten Dennis Stiller mit zwei Treffern und Lasse Simson einen frühen 0:2-Rückstand noch in eine 3:2-Pausenführung umwandeln, reichte es am Ende nur noch zu einem weiteren Treffer zum 4:6-Endstand, wieder durch Lasse Simson.

„Im Kollektiv waren wir die stärkere Mannschaft, doch individuell und bei den Standards hat Gladbach heute voll gepunktet“, sah Heimfelds Trainer Alexander Otte die Unterschiede. Seine Mannschaft kämpfte sich zwar nach einem klassischen Fehlstart auf bemerkenswerte Weise ins Spiel zurück. Doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie wieder in die andere Richtung. Otte: „Alles Jammern hilft nichts. Wir müssen nach vorne schauen und kommendes Wochenende drei Punkte in Kahlenberg holen“, blickte Otte schon auf das vorentscheidende Spiel am Sonnabend, 17 Uhr, beim direkten Mitabstiegskandidaten.