Harburg
Handball

Fredenbeck nimmt jetzt den Pokal ins Visier

LaOla in der Geestlandhalle. Die Drittliga-Handballer aus Fredenbeck feiern mit ihren Fans den Klassenerhalt

LaOla in der Geestlandhalle. Die Drittliga-Handballer aus Fredenbeck feiern mit ihren Fans den Klassenerhalt

Foto: HA

Handball-Drittligist feiert nach dem 21:20-Zittersieg gegen Varel den Klassenerhalt und wahrt die Chance auf die Qualifikation für den DHB-Pokal.

Fredenbeck. Unbeschreiblicher Jubel in Fredenbeck. Mit einem Zittersieg von 21:20 (9:11) gegen die HSG Varel-Friesland haben die Drittliga-Handballer des VfL Fredenbeck den Ligaerhalt auch rechnerisch geschafft. Und nicht nur das – jetzt kann es sogar noch zu Tabellenplatz sechs in der Dritten Liga Nord und damit für die Qualifikation zum DHB-Pokal reichen. Dass demnächst der HSV Handball in Fredenbeck aufläuft, ist also keine reine Utopie mehr.

21:20 – das klingt knapp, und eng ging es tatsächlich bis zum Schluss in der Geestlandhalle zu. Vor 600 Zuschauern überzeugten beide Mannschaft mit einer starken Abwehr, was die wenigen Tore erklärt. So stand es nach zwölf Minuten erst 3:2 für den VfL Fredenbeck. Die Gastgeber kamen im Rückraum auf der halblinken Seite und über die Mitte kaum zu Torchancen. Bezeichnend war, dass Maciek Tluczynski und Lars Kratzenberg, die beiden erfolgreichsten Werfer des VfL Fredenbeck, jeweils nur einen Treffer erzielen konnten. Dafür sprang auf der rechten Seite Youngster Bennet Kretschmer ein, der am Ende mit sieben Treffern auch bester Fredenbecker Schütze war.

Absetzen konnten sich die Fredenbecker trotzdem nie. Im Gegenteil: Die Gäste aus Altjührden bestimmten das Spiel über weite Strecken. In der 46. Minute lagen sie mit 15:13 vorn, obwohl gut zehn Minuten zuvor Varels Torben Lemke nach einem Foul die rote Karte gesehen hatte. In der 48. Minute traf David Oppong zum 15:15-Ausgleich. Zwei Minuten später legte er nach. Sein Treffer zum 17:16 bedeutete die erste Führung für den VfL Fredenbeck im zweiten Durchgang überhaupt. Das Spiel kippte allerdings erst zugunsten der Gastgeber, als A-Jugend-Keeper Sebastian Spark in der 57. Minute bei einem Siebenmeter ins Tor ging. Spark parierte beim 18:19-Rückstand den Strafwurf von Marek Mikeci. Im Gegenzug markierte Maximilian Lens erneut den Ausgleich.

Nach dem letzten Treffer von Zdenek Polášek mussten die Zuschauer noch einmal 50 Sekunden bangen. Mit dem Schlusspfiff scheiterte Varel aber per Neunmeter. Der Ball flog über das Fredenbecker Tor. Dann war der so lange ersehnte Klassenerhalt endlich unter Dach und Fach nach einer schwierigen Saison, in der anfangs die fast komplett renovierte Geestlandhalle nicht für Heimspiele zur Verfügung gestanden hatte. Mit drei Auswärtspartien in Folge waren die Fredenbecker in die Saison gegangen. Zuletzt profitierten sie von drei Mal Heimrecht in Folge, in denen sie drei Siege holten.

Selbst wenn die bisherigen Mitabstiegskandidaten SV Beckdorf oder Varel, die am kommenden Sonnabend in Beckdorf aufeinandertreffen, ihre restlichen Spiele gewinnen und Fredenbeck seine letzten drei Begegnungen (davon zwei in eigener Halle) verlieren sollte, bleibt der VfL Fredenbeck in der Dritten Liga.