Fußball

Fußballfrauen haben die Regionalliga zum Ziel

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Günther Bröde
ist die erfolgreichste Torschützin der ESV-Damen

ist die erfolgreichste Torschützin der ESV-Damen

Foto: Ingo Brussolo

Trainer und Verbandsliga-Damenteam des ESV Einigkeit Wilhelmsburg streben langfristig den dritten Aufstieg an.

Wilhelmsburg.  Platz vier in der Verbandsliga Hamburg ist aller Ehren wert für die Fußballfrauen des ESV Einigkeit Wilhelmsburg, die in ihrer zweiten Saison in der höchsten Hamburger Spielklasse für Frauen richtig mitmischen. Und nach zwei Aufstiegen in Folge aus der Bezirks- in die Landesliga und in die Verbandsliga Hamburg erfolgshungrig geblieben sind.

Coach Matthias Bolle wird von Ehefrau Petra und Tochter Janine unterstützt

„Wir wollen uns Jahr für Jahr verbessern“, lautet die Maxime von Trainer Matthias Bolle, der von seiner Ehefrau Petra und Tochter Janine tatkräftig unterstützt wird. Weshalb der Motorradpolizist und vom Hamburger Fußball-Verband als Ehrenamtler 2014 ausgezeichnete Matthias Bolle auch von einem „Familienunternehmen“ spricht, das er bei Einigkeit führe, auch wenn seine älteste Tochter Anika nach der Geburt ihres Kindes gerade aus diesem Team ausgestiegen ist. Janine Bolle gehört außerdem zum Kader erfolgreichen Fußballfrauen.

Für den Ehrgeiz der Bolles und der Wilhelmsburger Fußballfrauen spricht auch, dass sie sich in der Winterpause noch einmal Verstärkung holten. Vom Hamburger SV wechselten mit Marilen Bistricianu, Sebnem Dairecioglu und Sara Akbulut gleich drei Spielerinnen an die Dratelnstraße sowie die zuletzt vereinslose Sharien Mahn, die früher beim SV Wilhelmsburg spielte. Für Sara Akbulut ist es eine Rückkehr an die Dratelnstraße, wo sie als Jugendliche spielte, ehe sie zum HSV wechselte. Sie unterstrich ihre Gefährlichkeit gleich mit einem Treffer beim 2:0 gegen den SC Nienstedten.

Gefährlichste Torschützin des ESV Einigkeit aber ist Ilijana Kljajic ist mit bisher neun Treffern, die mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten für das nächste 2:0 eine Woche später beim Niendorfer TSV fast im Alleingang sorgte. Doch von Alleingängen hält Trainer Matthias Bolle auch auf Fußballplatz wenig. Bolle: „Torchancen müssen von den anderen vorbereitet werden. Auch nützt es nichts viele Tore zu schießen, wenn die Abwehr noch mehr Gegentreffer zulässt.“ Eine Lücke in den Kader gerissen hatten der verletzungsbedingte Ausfall von Nicole Rode und die Auslandsaufenthalte von Jenny Wolf und Merve Bingöl. Während Bingöl nur für ein halbes Jahr lang in Chile studieren will, hat Jenny Wolf ihrer Zelte in Deutschland abgebrochen ist für zwei Jahre nach Australien gegangen, wo sie aber auch Fußball spielt.

Trotz 16 Punkten Rückstand sind die ESV-Damen in der Verbandsliga auf Kurs

Auch wenn der Abstand von 16 Punkten auf Tabellenführer Wellingsbüttel für die Tabellenvierten aus Wilhelmsburg in diese Saison nicht mehr aufzuholen, sind sie trotzdem auf Kurs. „Voriges Jahr waren wir am Ende der Saison auf Tabellenplatz sieben gelandet,“ sagte Matthias Bolle.

„Langfristig wollen wir in die Regionalliga.“ Im Oddset-Pokal waren die Fußballfrauen aus Wilhelmsburg im Achtelfinale mit 1:2 am gegenwärtigen Tabellennachbarn Union Tornesch ausgeschieden. Nächste Chance, auf Erfolgskurs zu bleiben, ist am 12. April das nächste Ligaspiel der Fußballfrauen des ESV Einigkeit Wilhlemsburg gegen Schlusslicht Germania.

( gb )

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