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S-Bahn nach Harburg wird zwei Sommer lang ausfallen

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Eine S-Bahn in Höhe Bostelbek: Im Sommer 2024 fallen die Züge hier mehrere Wochen aus.

Eine S-Bahn in Höhe Bostelbek: Im Sommer 2024 fallen die Züge hier mehrere Wochen aus.

Foto: Lars Hansen / xl

Voraussichtlich im August 2024 wird die Strecke zwischen Harburg und Neugraben voll gesperrt. Und es folgen weitere lange Sperrphasen.

Hamburg.  Ein Störfall an einem neuralgischen Punkt im S-Bahn-Streckennetz, wie der Lkw-Brand unter dem Bahnhof Elbbrückensei als Überlagerung mehrerer Ereignisse zu sehen und kann weder eingeplant, aber noch gänzlich ausgeschlossen werden – das schrieb die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende an die Harburger FDP.

Deren Bezirksfraktion hatte in einer umfangreichen Anfrage Gründe für Störungen, Zugausfällen und Verspätungen bei der S-Bahn erfahren wollen und dabei auch explizit nach dem wochenlangen S-Bahn-Ausfall im Spätsommer (das Abendblatt berichtete) gefragt.

S-Bahn: Großbaustellen in Harburg führen zu Sperrungen

Während der Brand nicht geplant und deshalb auch nicht vorhersehbar war, kündigte die Verkehrsbehörde allerdings in der Antwort auf die FDP--Anfrage schon einmal weitere längere Sperrungen auf der Harburger S-Bahn-Strecke an: Voraussichtlich im August 2024 wird die Strecke zwischen Harburg und Neugraben voll gesperrt, weil neue Weichen eingebaut werden, um die Strecke für den Drei-Minuten-Takt zu ertüchtigen.

In den Sommerferien und im Herbst 2025 erfolgt dann eine Vollsperrung zwischen Harburg und Wilhelmsburg. Grund hierfür ist der Einbau von Behelfsbrücken für den bau der A 26 Ost über die Gleise.

Sperrungen, die nicht über ein Wochenende hinausgingen, sind nicht berücksichtigt

„Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Harburger Streckenastes werden in den folgenden Jahren weitere Streckensperrungen nötig sein, die jedoch noch nicht terminiert sind.“, heißt es weiter in der Antwort der Behörde auf die FDP-Anfrage. Weiterhin heißt es auch, dass Sperrungen, die nicht über ein Wochenende hinausgingen, in der Antwort nicht berücksichtigt wurden.

Die FDP hatte auch nach witterungsbedingten Ausfällen der S-Bahn gefragt. Zu diesen, so die Verkehrsbehörde, könne es bei überdurchschnittlicher Hitze, Kälte, Nässe und Schnee kommen. Also eigentlich immer, wenn es nicht trocken und mild ist.

Um Witterungseinflüssen entgegenzuwirken, werden die Schienen regelmäßig gereinigt, die Weichen geheizt und Bäume entfernt oder beschnitten. Um Personen aus der Strecke zu halten, hat die Bahn im Bereich Wilhelmsburg Zäune gebaut.

Ausfälle im S-Bahn-Verkehr

Ausfälle im S-Bahn-Verkehr, die in der Antwort nicht erwähnt wurden, werden sich noch aus der Sanierung der Tunnelbahnhöfe Harburg, Harburg Rathaus und Heimfeld ergeben. Außerdem ist damit zu rechnen, dass bei der Vorbereitung der Brückenbaustellen über Süder- und Norderelbe weitere Bomben gefunden und unter Vollsperrung entschärft werden.

( xl )

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