Es drohen Strafen

CDU ist gegen Radler in den Tunneln

In der Unterführung am Sand darf nicht geradelt werden. Nicht alle halten sich daran.

In der Unterführung am Sand darf nicht geradelt werden. Nicht alle halten sich daran.

Foto: Lars Hansen / xl

Unterführungen am Harburger Ring sind den Fußgängern vorbehalten. Die CDU-Fraktion im Bezirk fordert Kontrollen.

Harburg.  Die CDU-Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung möchte das Fahrradfahren in den Fußgängerunterführungen des Harburger Rings unterbinden. Dazu, so ein Antrag der Christdemokraten, sollen Polizisten hier verstärkt kontrollieren und Radfahrer auf ihr Fehlverhalten hinweisen.

Als der Harburger Ring in den 1970er Jahren geplant und in den 1980er-Jahren gebaut wurde, hat in Hamburg noch niemand an das Konzept „Fahrradfreundliche Stadt“ gedacht. Die Ringstraße zu queren, sollte Fußgängern vorbehalten bleiben, Radfahrer sollten zusammen mit Autofahrern so lange um den Ring kreisen, bis sie so ihr Ziel erreicht haben. Rund um die großen Unterführungen des Rings am Sand und am Rieckhoffplatz, befinden sich Fußgängerzonen. Dennoch nutzen Radfahrer gern beide Tunnel, um abzukürzen. Die zur Barrierefreiheit angelegten Rampen laden dazu auch geradezu ein.

Gefährliche Situationen zwischen Radlern und Fußgängern

„Hierbei kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungssituationen mit Fußgängern“, beklagt der CDU-Verkehrspolitiker Rainer Bliefernicht. „In der Unterführung ist durch Säulen und ungünstige Lichtverhältnisse eine freie Sicht auf den Verkehrsstrom nicht immer möglich. Auch Fahrgäste, die aus den Fahrstühlen der S-Bahn diesen Bereich betreten und Passanten im Ein-/Ausgangsbereich der Arcaden sind nicht auf vorbeifahrende Zweiräder vorbereitet.“

Möglicherweise würde durch die Fahrradständer am Beginn der Unterführung am Rathausplatz subjektiv der Eindruck erweckt, dass ein Befahren dieses Bereiches gestattet sei, so Bliefernicht. Deshalb sollten die Kontrollen zunächst der Klarstellung dienen.

( xl )

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