Neugraben-Fischbek

Leitung beschädigt: Gasflammen in der Baugrube

Auf einer Baustelle in Neugraben-Fischbek verhindert die Feuerwehr, dass die Gasflamme auf einen Gartenzaun übergreift.

Auf einer Baustelle in Neugraben-Fischbek verhindert die Feuerwehr, dass die Gasflamme auf einen Gartenzaun übergreift.

Foto: Imago

Hamburger Feuerwehr lässt das Gas kontrolliert abbrennen. Ein 52-Jähriger verletzte sich und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Hamburg. In Neugraben-Fischbek hat sich aus bislang ungeklärter Ursache ein Gasleck in einer Baustelle am Rostweg entzündet. Der Notruf erreichte die Hamburger Feuerwehr um 15.48 Uhr. In der Baugruppe brannte eine knapp zwei Meter hohe Gasflamme, wie die Feuerwehr mitteilte.

"Wir lassen das Gas kontrolliert abbrennen, bis die Gaswerke den Gasstrom abstellen", sagte Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger. Wäre das Feuer gelöscht worden, hätte sich das nicht sichtbare Gas verteilen und so zu einer größeren Gefahr werden können. So hätte es sich nach Angaben der Feuerwehr in Kellern und Wohnhäusern sammeln können.

Gasleitung beschädigt: Feuerwehr lässt Feuer brennen

Die Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf einen hölzernen Gartenzaun und einen angrenzenden Gartenschuppen. Ein Bautrupp musste mit einem Bagger zunächst die Gasleitung freilegen. Anschließend konnte der defekte Gasanschluss verschlossen und die Flammen gelöscht werden. Da das Feuer mehrere Stunden gebrannt hatte, wurden die Versorgungsleitungen und der heiße Untergrund mit einem C-Rohr gekühlt, wie die Feuerwehr mitteilte.

Zwar wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt, einen Verletzten gab es dennoch: Ein Mitarbeiter von Stromnetz-Hamburg verbrühte sich laut Feuerwehr an dem heißen Löschwasser, das sich in der Baugrube gesammelt hatte, als er die beschädigten Stromleitungen kontrollieren wollte. Der 52-Jährige wurde mit Verbrühungen zweiten Grades an beiden Füßen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Brandursache wird nun von der Polizei ermittelt. Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg, die mit 30 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort war, dauerte insgesamt dreieinhalb Stunden.

( ade/HA )

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