Eckermannpark

Winsen beginnt mit konkreter Planung für ein Naturbad

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So sehen die Planer den Eingang zum Naturbad im Eckermannpark.

So sehen die Planer den Eingang zum Naturbad im Eckermannpark.

Foto: Stadt Winsen / HA

Ab 2024 sollen 3500 Quadratmeter Wasserfläche und ein Strand die Besucher im Sommer in den Eckermannpark locken.

Winsen.  Die Kreisstadt plant die nächsten Schritte für das Naturbad im Eckermannpark. Am 28. Mai soll der städtische Planungsausschuss damit beginnen, den Flächennutzungsplan für das Projekt zu ändern und mit dem Aufstellungsbeschluss über den ersten Schritt für den notwendigen Bebauungsplan für das Bad entscheiden.

Der Beschluss gilt als weitgehend sicher. Denn im Dezember hatte sich der Stadtrat mit einer deutlichen Mehrheit für das Naturbad ausgesprochen und damit den Wunsch der Bürger aufgegriffen. Parallel dazu wurden knapp 200.000 Euro für die Planungen bereitgestellt. Bürgermeister André Wiese gilt als Befürworter des Projekts.

Der Bau könnte 2022 beginnen

Nach den bisherigen Planungen, die allerdings aus den Monaten vor der Corona-Pandemie stammen, würde das Bad im kommenden Jahr ausgeschrieben, der Bau könnte 2022 beginnen. Dies vorausgesetzt könnten die Besucher zur Saison 2024 im Eckermannpark baden und schwimmen gehen.

Harald Horster, der Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauordnung, rechnet mit Gesamtkosten im mittleren einstelligen Millionenbereich. Nach den Sommerferien soll ein Planungsbüro mit der weiteren Konkretisierung der Planungen beauftragt werden.

Machbarkeitsstudie geht von zwei Becken aus

Wie das Naturbad künftig aussehen könnte, zeigt eine Machbarkeitsstudie, die im vergangenen November dem städtischen Ausschuss für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vorgestellt wurde. Die Studie hatte die Polyplan Kreikenbaum Gruppe (Bremen, Sangershausen, Warschau) erstellt.

Sie sieht mindestens zwei Becken mit einer Sichttiefe bis zum Grund und einen Regenerationsbereich vor. Die Wasserfläche soll 3500 Quadratmeter groß sein, der mit Sand aufgefüllte Strand insgesamt 1500 Quadratmeter. Das Bad soll über die Hansestraße angebunden werden.

Vorgesehen sind Pkw- und Wohnmobilstellplätze, eine Bushaltestelle sowie Platz für Fahrräder am Eingangsgebäude. In dem rund 100 Quadratmeter großen Gebäude sollen Duschen, Toiletten, Umkleideräume, ein Kiosk, ein Abstellraum und ein Zimmer für den Schwimmmeister untergebracht werden.

Eckernmannpark wird nur wenig genutzt

Der Eckermannpark ist bei Spaziergängern beliebt. Doch trotz des guten Pflegezustandes, der guten Voraussetzungen als Veranstaltungsfläche sowie der Sport- und Freizeitangebote wird der Park bislang nur wenig genutzt. Das zeigt sich auch in der Anzahl der jährlichen Vandalismus-Fälle und der dadurch verursachten Kosten.

„Dabei hat der Park aufgrund seiner Größe von rund sieben Hektar und als zentrumsnaher Standort mit gleichzeitiger Naturnähe das hohe Potenzial, einen wichtigen Beitrag für die Freizeitinfrastruktur der Stadt zu leisten“, sagt Bürgermeister Wiese.

Um über dieses Potenzial zu diskutieren und eine neue Nutzung des Parks zu entwickeln, gab es in den Jahren 2017 und 2018 im Rahmen eines Beteiligungsprozesses zahlreiche öffentliche Veranstaltungen sowie übergreifende Arbeitstreffen. Aus diesem Prozess habe sich die hohe Zustimmung für ein Naturbad ergeben.

( rz )

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