Velo-Strategie

Lüneburg baut Radweg an der Buchholzer Bahn

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Weihten den neuen Radweg an der Buchholzer Bahn in Lüneburg offiziell ein (v. l.): Mobilitätsbeauftragter Sebastian Heilmann, Stadtrat Markus Moßmann, Verkehrsplanerin Tanja Berg sowie die Mitglieder des Ochtmisser Ortsrats Jens Kiesel, Sylvia Witt, Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz, Frank Soldan und Henry Nega. 

Weihten den neuen Radweg an der Buchholzer Bahn in Lüneburg offiziell ein (v. l.): Mobilitätsbeauftragter Sebastian Heilmann, Stadtrat Markus Moßmann, Verkehrsplanerin Tanja Berg sowie die Mitglieder des Ochtmisser Ortsrats Jens Kiesel, Sylvia Witt, Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz, Frank Soldan und Henry Nega. 

Foto: Hansestadt Lüneburg

In Planung ist ein Radschnellweg Lüneburg-Hamburg als eine von mehreren Velorouten in der Metropolregion

Lüneburg . Es sind zwar erst 500 Meter, doch der neue Radweg an der Buchholzer Bahn soll auch ein Zeichen setzen. Der vor kurzem fertig gestellte Teilabschnitt in Lüneburg zwischen der Straße An der Beeke und dem Ortsteil Ochtmissen ist Teil der Radverkehrsstrategie der Hansestadt. Mit der Strategie soll es für Pendler komfortabler werden, den Arbeitsweg per Fahrrad zurückzulegen.

„Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt umgesetzt werden konnte“, sagt Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz. „Für Ochtmissens Anbindung und gerade für Radpendelnde bringt der neue Weg eine enorme Entlastung und dank der zusätzlichen Beleuchtung auch ein höheres Sicherheitsempfinden in den dunklen Monaten.“

Langfristig sei der Lückenschluss in Richtung Bardowick – und damit die Radanbindung auch an den Bardowicker Bahnhof – gerade für den Norden Lüneburgs attraktiv. Bereits beschlossen ist, die Ortsverbindungen zwischen Bardowick, Vögelsen und Lüneburg zu verbessern.

Ohne Verkehr in Richtung Innenstadt

Ebenfalls in Planung ist ein Radschnellweg Lüneburg-Hamburg als eine von mehreren Velorouten in der Metropolregion. „Hier bleibt die konkrete weitere Entwicklung abzuwarten“, sagt Markus Moßmann, Stadtrat für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Recht. „Wir sind aber guter Dinge, dass wir zeitnah in die Planung für die weiteren Bauabschnitte gehen können.

Erst einmal freuen wir uns, dass wir über die Buchholzer Bahn auf einer Nebenroute – quasi ohne Verkehr – eine Ergänzung des Radwegenetzes in Richtung Innenstadt geschaffen haben.“ Der jetzt fertiggestellte Abschnitt entlang der früheren Bahntrasse ist auf 2,50 Metern Breite mit einer witterungsbeständigen Decke befestigt. Hierbei kam der Spezialbelag „Hanse-Grand“ zum Einsatz. Das Zweischichtverfahren, mit dem das Granulat aufgetragen wird, gewährleistet, dass Feuchtigkeit entweichen kann und die Deckschicht dabei beständig bleibt. Die Kosten beziffert die Verwaltung auf etwa 95.000 Euro einschließlich einer neuen insektenfreundlichen Beleuchtung.

Solarpark im Landkreis Harburg

Für eine neue Nutzung der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Buchholz gibt es verschiedenen Ideen. So soll auf einem Teilabschnitt im Landkreis Harburg ein Solarpark entstehen. Das zumindest sind die Pläne der Unternehmen Deto Immobilien und Deto Solarstrom, die die Fläche gekauft haben. Mit einer solchen Anlage werde die Freifläche ökologisch aufgewertet, der Einsatz von Dünger in der Landwirtschaft werde vermieden.

Garstedt und Bahlburg würden von der Gewerbesteuer profitieren und die Region mit sauberer Energie versorgt. Auch ein Fahrradweg könnte entstehen und die Photovoltaik-Flächen auf die gesamte ehemalige Bahntrasse ausgeweitet werden. .

( let )

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