Kurzes Vergnügen

Fahrradkoordinatorin springt nach wenigen Tagen wieder ab

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Janna Ortmanns ist nur wenige Tage Fahrradkoordinatorin im Landkreis Harburg gewesen.

Janna Ortmanns ist nur wenige Tage Fahrradkoordinatorin im Landkreis Harburg gewesen.

Foto: Landkreis Harburg / HA

Landkreis Harburg muss nun erneut nach einem Kandidaten suchen. Janna Ortmanns übernimmt Führungsposition beim Landkreis Lüneburg.

Landkreis Harburg.  Zum zweiten Mal nacheinander ist beim Landkreis Harburg der Radverkehrskoordinator wieder abgesprungen. War das beim zunächst ausgewählten Kandidaten aus dem Saarland noch vor der Arbeitsaufnahme, stieg jetzt Janna Ortmanns weniger Tage danach wieder aus. Der Hintergrund: Sie übernimmt eine Stabsstelle beim Landkreis Lüneburg und wird Fachdienstleiterin für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Klimaschutz. Damit tritt sie im Grunde die gleiche Stelle im Nachbarkreis an, die ihr Chef in Winsen, Alexander Stark, innehat. Das Nachsehen hat der Landkreis Harburg. Er muss sich erneut auf die Suche nach einem Radverkehrskoordinator machen. Die Stelle ist seit Freitag wieder vakant.

„Wir bedauern die Entscheidung, da sich Janna Ortmanns in der kurzen Zeit schon in die Themen eingebracht hat“, sagt Stark, der in Winsen die Stabsstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung leitet. Er könne aber verstehen, dass sie ihre berufliche Chance nutze. „Ich bedauere, dass ich schon wieder gehe, aber das ist eine einmalige Chance,“ sagt Ortmanns, die Human-Geografie mit Bachelor- und Stadt- und Regionalentwicklung als Master studiert hat. Sie habe sich auf die Aufgabe im Kreis Harburg gefreut.

Beim Landkreis Harburg beginnt nun die Suche nach einem neuen Koordinator. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Die Ausschreibung befindet sich unter www.landkreisharburg.de/stellenausschreibungen.

Landkreis soll fahrradfreundliche Kommune werden

Bei der Radverkehrskoordination in der Stabsstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung laufen alle Fäden im Bereich Radverkehr im Landkreis Harburg zusammen. Als eines der Ziele gilt, dass der Landkreis zur fahrradfreundlichen Kommune werden will.

Zu den Aufgaben des Stelleninhabers gehört es, den Masterplan aus dem Regionalen Radverkehrskonzept des Landkreises sowie vorhandener kommunaler Planungen unter Beteiligung der Städte und Gemeinden zu entwickeln. Natürlich soll die Koordinator danach auch dabei sein, wenn die Projekte umgesetzt werden. Der Koordinator vernetzt die verschiedenen Akteure und initiiert selbst Aktionen rund um das Fahrradfahren.

Bereits heute spielt der Radverkehr im Kreis Harburg eine große Rolle. „Fachwissen ist zwar für die Aufgabe eine wichtige Basis, aber man muss auch das Fahrradfahren im Bluthaben, um kompetent und authentisch zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln zu können“, fasst Stark zusammen. Nach dem oder der Richtigen muss er nun erneut suchen.

( rz )

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