Harburg
Landschaftliches Kleinod

Estetal steht jetzt unter Naturschutz

Das mittlere Estetal ist Heimat für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Das mittlere Estetal ist Heimat für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Foto: Landkreis Harburg

Die Verordnung für das Estetal tritt zum 1. Februar in Kraft. Damit wird ein weiterer Baustein im Schutzgebietsnetz Natura 2000 gesichert.

Winsen.  Seltene Arten wie das Vorblattlose Leinblatt sind hier ebenso zu Hause wie der Fischotter, das Bachneunauge und die Grüne Keiljungfer– das Estetal ist ein besonderes Kleinod. Der Landkreis Harburg weist das Gebiet daher als Natur- und Landschaftsschutzgebiet aus. Die Verordnung für das Estetal tritt zum 1. Februar in Kraft. Damit wird ein weiterer Baustein im Schutzgebietsnetz Natura 2000 gesichert.

Der Beschluss im Kreistag für die neue Verordnung über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Estetal fiel kurz vor Weihnachten. Damit stellt der Landkreis das letzte Teilstück des europäischen Fauna-Flora-Habitat-Gebietes (FFH) „Este, Bötersheimer Heide, Glüsinger Bruch und Osterbruch“, zu dem auch das 2018 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Glüsinger Bruch und Osterbruch“ gehört, unter besonderen Schutz. Das Schutzgebiet erstreckt sich von Welle bis Moisburg.

Es besteht aus einem 685 Hektar großen Naturschutzgebiet und einem 215 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet. Die Verordnung kann im Internet unter http://www.landkreis-harburg.de/nlsgestetal eingesehen werden. Die Este, ein linker Nebenfluss der Elbe, entspringt bei Wintermoor an der Chaussee im Landkreis Heidekreis und fließt dann nach Norden.

Der Heidebach führt aber erst ab Cordshagen dauerhaft Wasser und mündet bei Cranz im Landkreis Stade in die Elbe. Entlang des Flusses gibt es viele Naturschönheiten zu entdecken. Das Estetal ist eines von 14 Fauna-Flora-Habitat-Gebieten im Landkreis Harburg und Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000.