HVV

Busangebot in Harburg soll besser werden

Hochbahn-Mitarbeiter Christian Pfeiffer (r.) bringt den neuen Haltestellenaushang an.  Sören Schumacher freut sich darüber.

Hochbahn-Mitarbeiter Christian Pfeiffer (r.) bringt den neuen Haltestellenaushang an.  Sören Schumacher freut sich darüber.

Foto: Lars Hansen / xl

Vier Anträge zur nächsten Bezirksversammlung befassen sich mit Nachbesserungen am aktuellen Winterfahrplan.

Harburg.  Dass der Winterfahrplan, und damit die „Angebotsoffensive 2“ des HVV in Kraft traten, ist gerade mal fünf Wochen her und schon gibt es zahlreiche Änderungswünsche: Gleich vier Anträge zur Harburger Bezirksversammlung fordern Nachbesserungen, nicht auf der ganzen Linie, sondern auf einzelnen. Gegenstand der Anträge sind die Linien 340, 145/345, 143/543, sowie die 146. Einer davon ist – zum Teil – schon abgearbeitet, bevor er überhaupt richtig beschlossen wurde: Seit dem 16. Januar wurde der Takt der Linie 340, die auf der Bremer Straße seit Dezember die 144 abgelöst hat, zu Berufsverkehrszeiten wieder verdichtet.

Deutlich weniger Fahrten

Einer, den das besonders freut, ist kein Bezirks-, sondern Bürgerschaftsabgeordneter: Sören Schumacher (SPD). Als Anwohner der Bremer Straße bekam er sofort nach Inkrafttreten des Fahrplans die Reaktionen aus der Nachbarschaft mit, und die waren nur mäßig positiv: „Aus etwa 90 Fahrten des 144ers pro Tag waren knapp 60 des 340 und der beiden Buchholz-Linien zusammen geworden“, sagt er. „Da kann ich noch so sehr betonen, wo der neue Fahrplan Verbesserungen gebracht hat: Meinen Nachbarn konnte man das nicht als Angebotsoffensive verkaufen.“

In den Pendler-Zeiten den Takt nachgebessert

Schumacher sprach seinen Genossen, Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof, darauf an, der wiederum bei der Hamburger Hochbahn AG intervenierte. Zwischen 7 und 9 Uhr, sowie zwischen 16 und 18 Uhr gibt es auf der Bremer Straße wieder einen fast glatten 10 Minuten-Takt. An die große Glocke hing die Hochbahn diese Änderung allerdings nicht: „Mir ist das nur durch einen zufälligen Blick in den Online-Fahrplan aufgefallen“, sagt Sören Schumacher.

Auch an den Haltestellen ist die Änderung erst seit gestern publik: Nur Minuten, nachdem Sören Schumacher zum Fototermin an der Haltestelle „Neuer Friedhof“ erschien, kam auch der Kleinbus der Hochbahn-Technik mit Mitarbeiter Christian Pfeiffer, der die Fahrplanaushänge austauschte. Bestellt war das nicht. Praxis ist die Änderung bereits seit einer Woche.

Am Sonntag gibt es 40-Minuten-Lücken

Der Antrag der SPD und der Grünen in der Bezirksversammlung fordert aber noch mehr Verbesserungen: Auch Sonnabends und Sonntags ist der Takt dünner geworden. Vor allem am Sonntagnachmittag gibt es jetzt teilweise Lücken von 40 Minuten. Das ist man in einer Großstadt nicht mehr gewohnt.

Ebenfalls von der rot-grünen Koalition kommt der Antrag, die Haltezeiten der Buslinien 143 und 543 an den Schulbeginn der Schule In der Alten Forst anzugleichen. Bislang kommen sie so an der Haltestelle Strucksbarg an, dass die Kinder entweder viel zu früh in der Schule sind, oder Gefahr laufen, zu spät zu kommen. Darum bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Die Verlängerung einer Fahrt des 143, die bislang um 7.33 Uhr am Gellersenweg endet, zum Strucksbarg soll die Lösung bringen.

Gelenkbusse bringen Entlastung beim Schichtwechsel

Ein weiterer Koalitionsantrag betrifft die Linie 146, Harburg – Finkenwerder. Die Busse sind, so die Antragsteller, zu Schichtwechselzeiten des Airbus-Werks sehr voll. Da die Linie seit Dezember von der Hochbahn betrieben wird, könnten hier Gelenkbusse eingesetzt werden, von denen es im Fuhrpark der Hochbahn mehr gibt, als bei der Linienvorgängerin KVG.

Von der CDU kommt der Antrag, die etwa 150 Haushalte der „Garberssiedlung“ zwischen Hülsenstieg und Kleefeld mit dem Bus zu erschließen. Die Linien 145 oder 345 kämen in Frage.

Planung und Bau von Haltestellen sind langwierige Vorgänge. Beim Fahrplan ist man flexibler. „Grundsätzlich können wir Fahrpläne auch während ihrer Gültigkeit nachbessern und tun das bei Bedarf“, sagt Hochbahn-Sprecherin Constanze Dinse. „Siehe Linie 340.“