Sekt, Frack und Rock ’n’ Roll

Musikalische Späße mit Bidla Buh

Bidla Buh stehen für „Sekt, Frack und Rock ’n’ Roll“.

Bidla Buh stehen für „Sekt, Frack und Rock ’n’ Roll“.

Foto: Simone Schmidt/Ohnsorg Theater

Das Hamburger Comedy-Trio tritt auf der Bühne Bunter Vorhang in Tostedt auf.

Tostedt. Sekt, Frack und Rock ’n’ Roll präsentiert das Musikcomedytrio Bidla Buh in Tostedt. Die drei hanseatischen Vollblutmusiker Hans Torge, Ole und Frederick präsentieren in prickelnder Laune und mit vortrefflicher Eleganz ein knallbuntes Potpourri musikalisch-komödiantischer Leckerbissen. So mutiert das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zum Kniebeugen-Fitnesstest und Mozarts Rondo alla Turca schwingt sich auf Vibraphon, Tuba und Gipsy-Gitarre in atemberaubendem Tempo zum rasselnden Säbeltanz empor.

Völlig überraschend erscheint Johnny Cash und singt zu knarrendem Banjo und Esslöffel-Rhythmus einen Country-Song für Susanne aus Pinneberg… „Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ buhlen die drei ungleichen Brüder von Bidla Buh im Ghetto-Slang oder auf sächsisch um die Gunst der schönsten Dame aus der ersten Reihe und lassen einen heißblütigen Piazzolla-Tango in einem völlig neuen Gewand erscheinen. Ganz nebenbei wird dann noch das Geheimnis der Herkunft des Gruppennamens Bidla Buh gelüftet, während das australische Kammermusikensemble Ah-Ze-De-Ze zu einem philosophischen Diskurs über die Sinnhaftigkeit einer Autobahnfahrt einlädt.

Die Show der drei Tausendsassas bewegt sich dabei stets abseits musikalischer Trampelpfade: überraschend, musikalisch virtuos und manchmal auch ein wenig skurril. Wenn sich nach tönendem Wettstreit von sage und schreibe acht Trompeten die Stars der deutschen Popmusik zum Stelldichein am Miniklavier treffen, wenn selbst die Steuererklärung hingebungsvoll besungen wird und bei der finalen Kaktus-Funk-Patty die Soullegende James Brown den Bruderzwist auf der Bühne beendet, dann ist das Musik-Comedy vom Allerfeinsten.