Harburg
Neu Wulmstorf

Sozialer Wohnungsbau statt P&R-Parkplatz ?

Neue Pläne für den kleinen Parkplatz am Neu Wulmstorfer Bahnhof.

Neue Pläne für den kleinen Parkplatz am Neu Wulmstorfer Bahnhof.

Foto: Axel Tiedemann / AT

Neue Ideen für freies Areal am Neu Wulmstorfer S-Bahnhof. Ein Fahrradparkhaus ist dort aber erstmal vom Tisch.

Neu Wulmstorf.  Noch stehen dort tagsüber ein paar Fahrräder und dahinter auch Pkw von Bahn-Pendlern. Doch das etwa 3000 Quadratmeter große Parkplatz-Gelände unmittelbar am südlichen Eingang des Neu Wulmstorfer S-Bahnhof ist für diese Nutzung viel zu wertvoll. Das zumindest findet die CDU im Gemeinderat. „Wir wollen eine Grundsatzdiskussion über die Zukunft dieses Geländes“, sagt CDU-Fraktionschef Malte Kanebley.

Mit dem Bau des großen Parkhauses auf der gegenüberliegenden Bahnhofsseite sei der Parkplatz im Prinzip überflüssig geworden. Zudem könnte das gemeindeeigene Grundstück an einen Investor verkauft werden, um so die knappen Gemeindekasse wieder etwas zu füllen. „Und die Gemeinde hätte bei einem direkten Verkauf die Chance, zu steuern, was dort gebaut wird“, so Kanebley.

Beispielsweise könne man sich dort auch sozialen Wohnungsbau vorstellen. Insgesamt ein Vorstoß, der offensichtlich Gefallen bei anderen Fraktionen findet. Man werde jetzt den CDU-Antrag diskutieren, sagt beispielsweise der SPD-Bauexperte Thomas Grambow. Auch er hält den P&R-Parkplatz dort für mittlerweile überflüssig, zumal Verkehrsplaner bereits gefordert hatten, dass mit dem Bau des Parkhauses dieser zweite Parkplatz verschwinden müsse.

Zusätzliche Fahrradstellplätze müssen entstehen

Mit dem neuen Vorstoß dürfte aber eine andere Nutzungsidee für das Areal ersteinmal vom Tisch sein. So hatte FDP-Ratsherr Peter Kurland vorgeschlagen, auf einem Teil der Fläche ein zweigeschossiges Fahrradparkhaus zu errichten. Zum einen seien die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof „nahezu“ ausgeschöpft. Zum anderen dürfte sich der Bedarf angesichts vieler Neubauten in Zukunft weiter erhöhen.

Allerdings hatte er mit dieser Idee eben nur einen Teil der Fläche im Auge, nicht das gesamt Parkplatzareal. Mit der zusätzlichen Fläche des Pkw-Parkplatzes ergäben sich aber nun ganz andere Möglichkeiten, argumentiert CDU-Ratsherr Malte Kanebley. Und unabhängig davon, was letztendlich dort gebaut werde – zusätzliche Fahrradstellplätze könnten dabei ebenso geschaffen werden.

Nun soll der CDU-Antrag in einer der nächsten Bauausschusssitzungen des Gemeinderates beraten werden. Die FDP-Idee für ein Fahrradparkhaus wird indes vorerst nicht weiter diskutiert, FDP-Ratsherr Kurland zog nach Bekanntwerden der neuen Pläne seinen Antrag erst einmal wieder zurück. Eine Realisierung wäre ohnehin schwierig gewesen. Die „derzeitige finanzielle Situation der Gemeinde lässt die Bereitstellung von Mitteln für das Vorhaben nicht zu“, heißt es lapidar in einer Bewertung der Verwaltung. Das Grundstück zu verkaufen, dürfte da leichter fallen.