Harburg
Buxtehude

Behörde saniert Fahrbahn – nun ist Kreisstraße zu schmal

Am Ortsausgang wird es eng auf der K73, im Hintergrund sind provisorische Warnbaken zu erkennen, weil immer wieder Fahrzeuge in den Seitenbereich geraten.

Am Ortsausgang wird es eng auf der K73, im Hintergrund sind provisorische Warnbaken zu erkennen, weil immer wieder Fahrzeuge in den Seitenbereich geraten.

Foto: Axel Tiedemann / AT

Lkw geraten auf den Rand, Radfahrer fühlen sich bedroht. Neuer Radweg zwischen Immenbeck und Moisburg soll Problem lösen.

Buxtehude.  Die K 73 zwischen Buxtehude-Immenbeck und Moisburg ist eine schmale, hübsche Kreisstraße, die in sanften Schwüngen an Feldern und einem kleinen Wäldchen vorbeiführt. Kürzlich erst wurde ein wesentlicher Abschnitt durch den Landkreis Stade saniert – und nun ist die Straße immer noch sanft geschwungen, aber deutlich enger als zuvor: Lkw könnten sich kaum begegnen, berichten Anwohner. Angst habe man vor allem um Kinder, wenn sie dort mit dem Fahrrad fahren wollen. „Radfahren ist auf der Straße jetzt lebensgefährlich“, sagt auch der Grünen-Politiker und passionierte Radfahrer Ulrich Felgentreu. Dabei weisen Hinweisschilder ausgerechnet diese Straße immer noch als offizielle Radfahrstrecke aus.

Die Sanierungsmethode sei einfacher und schneller

Tatsächlich aber ist sie so eng geworden, dass der Kreis schon provisorische Warnbaken aufstellen musste, weil immer wieder Fahrzeuge auf den Seitenstreifen geraten waren, der dadurch Schaden genommen hat. Offensichtlich auch deshalb, weil die Straße nun so schmal ist, dass auch dort kein Mittelstreifen zur Orientierung mehr angelegt werden konnte, wie es bei der Stader Kreisverwaltung heißt.. Bei der Fahrbahn-Sanierung habe man sich eben für einen sogenannten Hocheinbau der neuen Deckschicht entschieden. Also für einen Belag, der auf den alten aufgebracht wird.

Leider fehler aber nun 30 Zentimeter am Seitenrandstreifen

Das sei einfacher und schneller, weil bei dieser Methode der Straßensanierung auf umständliche Fräsarbeiten verzichtet werden könne. Nur wurde dadurch die Straße auch bis zu 30 Zentimeter schmaler als vorher.

Gemeinsame Initiative aus zwei Landkreisen für einen Radweg

Zumindest für Radfahrer und Fußgänger soll es nun aber bald eine Abhilfe geben. Der Buxtehuder Bauausschuss stimmte jetzt einstimmig einem Antrag der SPD zu: Danach wird die Stadt zunächst 40.000 Euro für Planungskosten im Haushalt bereitstellen, um dort entlang der Straße einen Rad- und Fußweg bauen zu können. „Wir brauchen saubere Zahlen, um damit dann entsprechende Anträge stellen zu können“, so SPD-Ratsherr Horst Subei. Und vielleicht macht der Radweg-Vorschlag aus Buxtehude ja auch Schule. So berichteten Ratsmitglieder während der Ausschusssitzung von einem Brief des CDU-Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke aus dem Nachbarlandkreis Harburg, der eine gemeinsame Initiative vorgeschlagen habe, weil auch auf dem Harburger Abschnitt ein Radweg fehlt.