Harburg
Harburgs „Kulturpapst“

Trauer um Kulturredakteur Ernst Brennecke

Ernst Brennecke hat sich an vielen Stellen für die Kultur in Harburg engagiert.

Ernst Brennecke hat sich an vielen Stellen für die Kultur in Harburg engagiert.

Foto: HA

Der ehemalige Feuilleton-Redakteur der Harburger Anzeigen und Nachrichten ist kurz vor seinem 70. Geburtstag gestorben.

Hittfeld. Die Kulturszene in Harburg Stadt und Land war sein Zuhause: „Kulturpapst“ wurde Ernst Brennecke von Kollegen und Wegbegleitern gern genannt. In der Nacht zu Donnerstag ist der frühere Feuilleton-Redakteur der Harburger Anzeigen und Nachrichten in seinem Haus in Hittfeld an einem Infarkt verstorben. Am 14. November hatte er seinen 70. Geburtstag auf Nordstrand feiern wollen. Noch im August hatte er im Archäologischen Museum Hamburg die Retrospektive seiner 2012 verstorbenen Ehefrau Margrit Rohmann eröffnet.

Ernst Brennecke war mit Leib und Seele Journalist. Seit 1970 verfolgten Leser seine Artikel und Kritiken in den Harburger Anzeigen und Nachrichten. Er war Initiator des Harburger Musikpreises, setzte sich für die Benennung einer Straße nach Harburgs Theaterchef Hans Fitze und die Wiederbelebung des Kunstpfads ein. Er schrieb Bücher übers Harburger Theater und brachte mit seiner Vortragsreihe „Musik im Gespräch“ die Menschen zum Hören und Staunen.

Brennecke kannte viele Prominente

Mit Prominenten pflegte Ernst Brennecke enge Kontakte, etwa Sandra Keck (Ohnsorg-Theater) und Prof. Hermann Rauhe (Hamburger Hochschule für Musik und Theater). Auch dem Direktor des Archäologischen Museums, Prof. Rainer Maria Weiss, war er freundschaftlich verbunden.

„Mit Ernst Brennecke verliert die Harburger Kulturszene einen langjährigen, überaus kenntnisreichen Beobachter und Begleiter, der durch seine hochkarätige Berichterstattung sehr viel zu ihrer Förderung beigetragen hat“, so Weiss. Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt.