Harburg
Werkschau

Museum würdigt Margrit Rohmann

Fotografien in der Sonderausstellung "Retrospektive" von Margrit Rohmann

Fotografien in der Sonderausstellung "Retrospektive" von Margrit Rohmann

Foto: Janina Possel / HA

Am Donnerstag, 15. August, öffnet die neue Sonderausstellung „Retrospektive“ im Stadtmuseum Harburg

Harburg .. Am Donnerstag, 15. August, öffnet die neue Sonderausstellung „Retrospektive“ im Stadtmuseum Harburg. Gezeigt werden knapp hundert Werke von Margrit Rohmann, die heute 75 Jahre alt geworden wäre.

Erstmals werden in dieser Ausstellung ihre gesamten Werke gezeigt, die zuvor nur in zahlreichen Einzelausstellungen unter anderem in Hamburg, Jork und Timmendorfer Strand präsentiert wurden. Diese umfassen unter anderem Aquarelle, Druckplatten und Fotografien.

1943 in Celle geboren, wuchs Margrit Rohmann auf der Uhlenhorst in Hamburg auf und lebte viele Jahre in Harburg und Hittfeld.

Schon früh setzte sie sich mit Kunst auseinander. Sie besuchte die Kunstschule Alsterdamm und arbeitete später als Dozentin an der Volkshochschule Hamburg. Auf ihren Studienreisen nach Frankreich, Friesland, Ungarn und Spanien holte sie sich Inspiration für ihre Werke.

Eindrücke von Städten und Landschaften

Erkennbar sind ihre persönlichen Eindrücke von Städten und Landschaften. So zeigen diese beispielsweise ein Paris, das nicht ihrer romantischen Vorstellung entsprach und dadurch eher trist und grau dargestellt wurde. Hingegen sah sie im eigentlich eintönigen nordfriesischen Wattenmeer eine Flut aus Farben, die für andere nicht sichtbar ist.

Auch Harburg wurde eine eigene Serie gewidmet. In dieser ist ein unruhiges Abbild des Harburger Rings zu finden, das auf die Hektik dieses Ortes eingeht. Mit ihrer Liebe zum Detail, zur Farbe und zum Licht verleiht sie dem Betrachter die Möglichkeit, die Welt durch ihre Augen zu sehen.

Sehr fasziniert war sie von der Glaskunst, die sie in der Hittfelder Glasgalerie von Eliska Stölting fotografierte: Die Aufnahmen der Serie „Form – Farbe – Licht“ lassen nicht erkennen, um was es sich auf dem Bild ursprünglich handelte.

Fantasie war der Trieb vieler ihrer Arbeiten

„Ihre Fantasie war der Trieb vieler ihrer Arbeiten“, erzählt ihr Mann und Kurator Ernst Brennecke. Charakteristisch für ihr Gesamtwerk sei die abstrakte Darstellung als auch das Zusammenführen von Gegensätzen.

Dabei sah sie laut und leise nicht als Opponenten, sondern als gegenseitige Bedingung. So entstanden nicht nur kraftvolle, nahezu expressionistische Gemälde, sondern auch zarte, poesievolle Aquarelle. Ebenfalls besonders sind ihre Druckplatten.

Neben diesen sind die ursprünglichen Skizzen zu sehen, so dass der Entstehungsprozess nachvollzogen werden kann. Ihr Nachlass wird im Stadtmuseum Harburg aufbewahrt.