Buxtehude

Eine neue Brücke für den Radverkehr

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Die neue Brücke ist Kernstück der Grünachse, die in Buxtehude für Radfahrer eine neue Nord-Süd-Verbindung schaffen soll.

Die neue Brücke ist Kernstück der Grünachse, die in Buxtehude für Radfahrer eine neue Nord-Süd-Verbindung schaffen soll.

Foto: Axel Tiedemann / AT

Baustart für Este-Querung, die dem Radverkehr zusätzliche Nord-Süd-Verbindung schafft. Es gibt aber auch Kritik.

Buxtehude.  Im Buxtehuder Radverkehrskonzept wird eine „Grüne Achse“ als „alternative Nord-Süd-Verbindung zu den Hauptverkehrsstraßen“ beschrieben. Wie auf einer Art Umgehungsstraße würden damit tatsächlich weit auseinander liegender Teile der Stadt miteinander verbunden werden – und zwar so, dass man weitgehend abseits vom Straßenverkehr radeln kann. Für ein wichtiges Teilstück dieser neuen Achse hat nun der Bau begonnen: Über die Este am Mühlenteich wird dazu eine etwa 2,50 Meter breite Holzbrücke gebaut, die aber auch für Fußgänger nutzbar sein soll. Die Stadt nutzt dafür die restlichen Fundamente einer früheren Baustellenbrücke.

Bei entsprechender Witterung könnte der Einbau der Holzbrücke noch im Dezember 2019 geschehen, teilte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage mit. Die anbindenden Radwege würden dann in Asphalt hergestellt. Die Fertigstellung dafür sei im Frühjahr des kommenden Jahres geplant. Und damit würde dann auch der wesentliche Teil der „Grünen Achse“ fertig gebaut sein.

Denn bereits 2018 hatte die Stadt entlang von Este und Wasserwerksgelände einen zuvor aus Sand und Schotter bestehenden Weg ausgebaut und damit für Radfahrer eine schnelle Anbindung zur Altstadt jenseits von Straßen geschaffen. Doch genau das erweist sich jetzt schon gelegentlich als Problem, weil Fußgänger und Radfahrer diesen Weg gemeinsam nutzen. „Und dafür ist er eigentlich zu schmal, es gibt da jetzt schon Konflikte“, sagte der Buxtehuder Grünen-Politiker und Radfahrexperte Ulrich Felgentreu.

„Grüne Achse“ – Nicht gerade der große Wurf

Wenn nun die neue Estebrücke fertig gebaut ist, dürfte sich das Problem noch einmal verschärfen, befürchtet er. Denn nach Auskunft der Stadt ist im Verlauf der „Grünen Achse“ weiter eine gemeinsame Nutzung von Fußgängern und Radfahrern ohne Trennung vorgesehen. Grünen: Politiker Felgentreu: „Das wird eine Verbesserung für den Radverkehr sein, der große Wurf ist diese Grüne Achse aber so nicht.“

Ganz neu ist solche Kritik an der Umsetzung des Buxtehuder Radverkehrskonzept auch nicht. Auch der erste Teil stieß schon auf teilweises Unverständnis: So legte im vergangenen Jahr die Stadt auf Fahrbahnen auf einer anderen Nord-Süd-Achse Richtung Ottensen Radfahrstreifen an, die Autofahrern bei Gegenverkehr kaum Raum zum Überholen eines Radfahrers lassen - was so auch gewollt ist. Doch Radfahrer meiden offensichtlich vielfach das Angebot. „Unbeliebt und ungenutzt“, titelte das „Buxtehuder Tageblatt“ dazu.

( at )

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