Harburg
Erziehung

Eltern-Tankstelle: Mit Humor durch die Pubertät

Eltern-Tankstelle Seevetal: Moderatorin und Initiatorin Annick Cathrin Weikert mit ihren Mitstreitern (v. l.) Markus Heinrich (Jugendzentrum Meckziko), Tim Jürries (Landkreis Harburg), Felix Buttler (Grundschule Meckelfeld) und Ralf Macke (Jugendzentrum Winsen)

Eltern-Tankstelle Seevetal: Moderatorin und Initiatorin Annick Cathrin Weikert mit ihren Mitstreitern (v. l.) Markus Heinrich (Jugendzentrum Meckziko), Tim Jürries (Landkreis Harburg), Felix Buttler (Grundschule Meckelfeld) und Ralf Macke (Jugendzentrum Winsen)

Foto: Annick Cathrin Weikert / HA

Der Austausch steht bei der Eltern-Tankstelle im Mittelpunkt. Diesmal geht es in Meckelfeld um Medien im Familienalltag.

Meckelfeld.  Warum sind Smartphones so faszinierend für Jugendliche? Welchen Stars folgen Teenager bei Instagram? Und wo schläft das Handy eigentlich in der Nacht? Das Thema Medien im Familienalltag steht im Mittelpunkt der aktuellen Eltern-Tankstelle, einer Reihe rund um die Pubertät. Die Veranstaltung beginnt an diesem Mittwoch um 19 Uhr in der Bücherei Seevetal, Am Schulteich 1 in Meckelfeld.

Mütter und Väter können sich an diesem Abend untereinander über ihre Erfahrungen austauschen. In entspannter Atmosphäre sollen sie sich bei Musik und Snacks gegenseitig Anregungen geben, wie sie mit den Herausforderungen in der Pubertät umgehen können. „Wir geben keine Ratschläge, sondern bestärken die Eltern darin, auf ihr eigenes Gespür zu hören“, sagt Annick Cathrin Weikert.

Eltern erhalten Ideen, wie sie die Mediennutzung begleiten können

Die Mentaltrainerin aus Winsen, die seit vielen Jahren auch in der Erziehungsberatung arbeitet und selbst zwei Kinder im Teenageralter hat, hat das Format entwickelt. Gemeinsam mit Markus Heinrich vom Jugendzentrum Meckziko und Felix Buttler, Sozialpädagoge an der Grundschule Meckelfeld, führt sie durch den Abend.

Als Referent ist Ralf Willius von Smiley e.V. aus Hannover zu Gast, einem Verein zur Förderung der Medienkompetenz. Der Sozialpädagoge gibt Workshops für Eltern und arbeitet mit Schulklassen. Er zeigt, was Kinder und Jugendliche an WhatsApp oder Snapchat fasziniert und stellt beliebte Webseiten und Apps vor. Die Eltern sollen Ideen erhalten, wie sie die Mediennutzung ihrer Kinder sinnvoll begleiten und unterstützen können.

Auch Grenzen setzen ist ein Thema bei der Eltern-Tankstelle

So wird es unter anderem darum gehen, wie Eltern Grenzen setzen können – auch mit technischen Hilfsmitteln, um zum Beispiel die Handyzeit zu beschränken. „Das kann aber nicht das alleinige Mittel sein“, sagt Weikert. „Ganz wichtig ist die Kommunikation. Deshalb ist der einzige Ratschlag, den wir geben, auch: Bleibt mit euren Kindern in Kontakt, egal wie es gerade läuft.“

Ein weiteres Thema wird sein, wie Eltern sich selbst im Familienalltag verhalten. Es sei wichtig, dass Mütter und Väter Vorbilder für ihre jugendlichen Kinder seien, sagt Weikert. „Ich erlebe aber viele Eltern, die von ihren Kindern Dinge fordern, die sie selbst nicht bereit sind zu tun.“

In der Eltern-Tankstelle sollen auch solche Themen humorvoll angesprochen werden. Geplant ist ein sogenanntes Table-Quiz mit Fragen rund um die Mediennutzung in der Pubertät. Die Mütter und Väter müssen sich an ihrem jeweiligen Tisch auf eine Antwort einigen, zum Beispiel wenn es um Regeln für den Umgang mit dem Smartphone geht.

Nächster Termin ist am 11. November in Winsen

Das Format hat bisher zahlreiche Eltern angesprochen, zuletzt kamen 120 Gäste in den Winsener Marstall. Dort wird es bei der nächsten Eltern-Tankstelle am 11. November um den Themenkomplex Patchworkfamilie, Trennung und Scheidung gehen. Für den Medien-Abend in Meckelfeld sind noch einige Plätze frei, auch spontane Besucher sind willkommen. Der Eintritt kostet einen Euro. Tickets und weitere Informationen gibt es im Internet www.eltern-tankstelle.de.