Harburg
Landkreis Harburg

Heftige Gewitter wehen Bäume um und fluten Keller

In Stelle liefen zahlreiche Keller nach dem Starkregen voll. Anwohner und Feuerwehrleute befreien die Garage vom Wasser.

In Stelle liefen zahlreiche Keller nach dem Starkregen voll. Anwohner und Feuerwehrleute befreien die Garage vom Wasser.

Foto: Joto / JOTO

Vor allem Stelle ist betroffen. Im Westen der Ortschaft fielen innerhalb weniger Minuten bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

Stelle.  Heftige Regenschauer und Gewitter haben am Dienstag im Landkreis Harburg mehrere Bäume entwurzelt. Die Wassermassen sorgen außerdem dafür, dass Dutzende Keller innerhalb weniger Minuten voll liefen und von der Feuerwehr leer gepumpt werden mussten.

In Unterführungen stand das Wasser einen Meter hoch

Stelle war vom Starkregen besonders betroffen. Mehr als die Hälfte aller Feuerwehreinsätze im Landkreis konzentrierte sich auf den westlichen Teil der Ortschaft. Im Kindergarten an der Straße Uhlenhorst flutete das Wasser den Keller, auch in den Nachbarhäusern sorgte der Regen für Überschwemmungen. In den Bahnunterführungen stand das Wasser gut einen Meter hoch.

Überflutung auf der Autobahn 39 sorgt für Unfälle

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen während des Regens im westlichen Teil von Stelle fast 30 Liter pro Quadratmeter. Im vier Kilometer entfernten Ashausen wurden dagegen nur drei Liter gemessen. Während die freiwilligen Feuerwehrleute eine Einsatzstelle im Ort nach der anderen abarbeiteten, sorgte der Starkregen auch für Überflutungen auf der Autobahn 39. Mehrere Unfälle waren die Folge, es blieb zum Glück aber hauptsächlich bei Blechschäden. Verletzt wurde ein Autofahrer, als er während des Gewitters auf der Autobahn 1 kurz vor Harburg die Kontrolle über seinen Pkw verlor und gegen die Leitplanke schleuderte.

Blitzeinschlag setzt Tanne in Flammen

Auch Schäden durch Blitzeinschläge blieben gering. Im Buchholzer Hochkamp traf ein Blitz eine Tanne, die daraufhin anfing zu brennen. Der Regen und die Feuerwehr löschten den Brand nach wenigen Minuten. Zur Sicherheit wurde der Baum gefällt. In der Umgebung des Blitzeinschlags sorgte Überspannung für Schäden an Elektronikgeräte in mehreren Haushalten. In Klein-Leversen hatten die Bewohner eines Hauses großes Glück. Der Blitz schlug ein, doch außer einigen verschmorten Kabeln gab es keine weiteren Schäden.

Hauseigentümer will Räumarbeiten verbieten

Bei ihren zahlreichen Einsätzen in Stelle erlebten Retter der Freiwilligen Feuerwehr am Abend noch eine kuriose Situation. Zwei Feuerwehrleute machten sich daran, eine Kiefer zu zersägen, die auf ein Wohnhaus gestürzt war. Per Telefon meldete sich dann plötzlich der Hauseigentümer aus dem Urlaub und untersagte die Arbeiten. Es folgten mehrere Stunden Diskussion zwischen Hauseigentümer und Polizei, die schließlich durchsetzte, dass die Fällarbeiten weitergingen. Die Begründung: Akute Gefahr für Hausbewohner, Nachbarn und Spaziergänger.