Harburg
Wieder geöffnet

Kleines Hotel soll Heimfeld beleben

British Green statt Azurblau: Die grünweiße Farbgebung verleiht dem Haus in der Heimfelder Straße 91 eine  elegante Note.  Ein Hotelschriftzug fehlt noch (Mitte). Die Außenanlagen werden in den nächsten Tagen bepflanzt.   

British Green statt Azurblau: Die grünweiße Farbgebung verleiht dem Haus in der Heimfelder Straße 91 eine elegante Note. Ein Hotelschriftzug fehlt noch (Mitte). Die Außenanlagen werden in den nächsten Tagen bepflanzt.   

Foto: Jörg Riefenstahl

Traditionshaus an der Heimfelder Straße frisch renoviert wiedereröffnet – die ersten Gäste sind schon da.

Harburg.. Das Hotel Heimfeld ist wieder da: Frisch herausgeputzt präsentiert sich das Harburger Traditionshaus in der Heimfelder Straße in neuem Glanz. Und ab sofort trägt es einen neuen Namen: Die ersten Gäste sind bereits in die frisch renovierten Zimmer des „Kleinen Hotel Heimfeld“ – wie es jetzt heißt – eingezogen. Damit gibt es wenige Schritte von der Luxusherberge Privathotel Lindtner entfernt einen zweiten attraktiven Anlaufpunkt für Übernachtungsgäste in der Heimfelder Straße. Eine Konkurrenz für das Lindtner? Wohl kaum: Das „Kleine Hotel“ zielt auf Gäste mit etwas schlankerem Budget.

Etwa vier Monate hat die Renovierung des Hauses gedauert. Die Begrünung der Außenanlagen folgt in den nächsten Tagen. Die Hotelbar soll ebenfalls noch im August eröffnen. Der neue Hotelchef Peter Hufnagel und Hotelmanager Reza Zarrincalaki sind zufrieden. „Wir freuen uns, dass das Hotel jetzt schon von den Gästen so gut angenommen wird“, sagt Hufnagel nach dem „Soft-Opening“ des Hauses.

zu vergangenen Tagen: Alles wirkt hell, sauber, angenehm frisch. Ein Orientteppich auf frisch verlegtem Parkett im Fischgrätmuster ist Blickfang im Empfangsbereich. Verblichene Fotos prominenter Gäste aus den 1970er-Jahren an den Wänden des Flures mussten weichen. „Wir suchen für die Fotos noch einen passenden Platz“, sagt Hufnagel.

Ein roter Teppich führt die Gäste über transparent lackierte Dielen und knarzende Holztreppen zu den Zimmern. Sie wurden ebenfalls komplett renoviert, sind mit neuem Interieur modern und geschmackvoll eingerichtet – schnelles WLAN inklusive. Die Bäder sind funktionell und sauber. Bunte Kacheln verströmen historischen Charme – auf eine vollständige Erneuerung der Sanitärbereiche wurde verzichtet. Der Frühstücksraum im Souterrain wirkt jetzt ebenfalls wesentlich heller und freundlicher. In die Gebäudesubstanz und die neue Ausstattung des Hauses sei ein „mittlerer sechsstelliger Betrag“ geflossen, sagt der Geschäftsführer und Miteigentümer des Hotels, das zur Areo Welling Gruppe in Münster gehört. Den Kaufpreis des gesamten Ensembles, auf dessen Grundstück auch eine Villa am Eißendorfer Pferdeweg steht, nennt Hufnagel nicht.

Gutes Angebot für Wochenendtouristen

Die typischen Gäste des „Kleine Hotels“ seien Geschäftsreisende, die im Schnitt drei bis vier Tage bleiben, so Hufnagel. Aber auch Wochenendtouristen, die Hamburg besuchen und ein gut angebundenes Quartier in ruhiger Lage suchen. „Große Nachfrage kommt bereits von Anwohnern, die Zimmer für Verwandte und Bekannte buchen“, sagt der Hotelchef. „Wichtig für uns ist es, den Heimfeldern ein ordentliches, sauberes Hotel anzubieten.“

Und: Heimfelder genießen Heimvorteil. Für ein Doppelzimmer zahlen sie wie bisher 85 Euro – der Standardpreis für ein Doppelzimmer liegt aktuell bei 110 Euro (Einzelbelegung 95 Euro, Einzelzimmer 79 Euro, Frühstück jeweils 10 Euro)

Obwohl das Haus keine offizielle Klassifizierung trägt, sei es mit „guten Dreisterne-Häusern vergleichbar“, sagt der Hotelchef, „wobei dieses Haus mehr Charme hat, da es kein Haus einer typischen Hotelkette ist.“

Chicago Bar im US-Stil offen für alle Besucher

In wenigen Tage soll im Erdgeschoss als zusätzliches Angebot die „Chicago Bar“ eröffnen. Neben Hotelgästen sind dort dann auch Gäste von außerhalb willkommen – etwa, wenn Fußball-Liveübertragungen laufen. „Ich komme aus den USA. Ich wollte immer schon eine US-Bar“, sagt Hotelmanager Reza Zarrincalaki, der vor zehn Jahren von Washington nach Deutschland zog. Stammgäste kennen Reza: Er arbeitete schon im Vorgängerhotel. Heute gibt es in dem Haus zwei Festangestellte und drei Zimmermädchen.

Mit den Betreibern des Privathotels Lindtner Hamburg habe er eine Kooperation geschlossen, sagt Hufnagel. „Wenn das Hotel Lindtner bei Veranstaltungen ausgebucht ist oder sie Gäste mit schlankerem Budget unterbringen wollen, quartieren wir sie gern bei uns im Kleinen Hotel ein. Das ist Ehrensache.“

Kleines Hotel

Das Kleine Hotel Heimfeld hat 34 Zimmer mit 54 Betten, WLAN und Parken sind kostenlos.

Das Ensemble umfasst zwei Villen aus der Spätgründerzeit. Sie sind durch einen Flachbau verbunden. Eine Villa am Eißendorfer Pferdeweg gehört dazu: Sie wird mit 6 Doppelzimmern im Pensionsstil und 10 Zimmern für Mehrfachbelegung hergerichtet.

Das Grundstück misst rund 2000 Quadratmeter, von denen rund 700 bebaut sind.