Harburg
Kreiskulturpreis

„Blauer Löwe“ geht an Projekt in Jesteburg

Die Gewinner des Blauen Löwen 2019, Fremd bin ich eingezogen in der Kunststätte Bossard v.l. Dr. Gudula Mayr (Leiterin der Kunststätte), Janina Willems (Kunststätte Bossard), Christian Lange, Andreas Sommer (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude), Friederike Sieber, Waheed Safdari, Yusef Amiri, Cornelia Salje, Mohammed Alalie, YacoubYahiya

Die Gewinner des Blauen Löwen 2019, Fremd bin ich eingezogen in der Kunststätte Bossard v.l. Dr. Gudula Mayr (Leiterin der Kunststätte), Janina Willems (Kunststätte Bossard), Christian Lange, Andreas Sommer (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude), Friederike Sieber, Waheed Safdari, Yusef Amiri, Cornelia Salje, Mohammed Alalie, YacoubYahiya

Foto: Kunststätte Bossard

Die Mezzosopranistin Claudia Salje wird für ihre Arbeit mit jungen Flüchtlingen ausgezeichnet. Preisverleihung ist im November in der Empore.

Ehestorf.  Der Blaue Löwe, Kulturpreis des Landkreises Harburg, geht 2019 an das Jesteburger Projekt „‘Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus‘ – eine Auch-szenische Winterreise“. Die feierliche Preisverleihung findet im November statt. Für den Kulturpreis konnten sich in diesem Jahr Kulturprojekte aus dem Bereich interkulturelle Kunst- und Kulturarbeit bewerben.

Hohe künstlerische Qualität und Professionalität

Die Jury zeichnet das musikalische Projekt mit Geflüchteten unter der Leitung der Mezzosopranistin Cornelia Salje aufgrund der hohen künstlerischen Qualität und Professionalität aus. Auch die interkulturelle Dimension und die Regelmäßigkeit, mit der die Gruppe seit mehreren Jahren zusammenkommt, sprechen für die Auswahl. Aus der Unterstützungsarbeit für geflüchtete Jugendliche in Jesteburg entwickelte sich das Projekt „‘Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus‘ – eine Auch-szenische Winterreise“. Gemeinsam mit westlichen Musikern gestalten Waheed Safdari, Yusef Amiri, Mohammed Alalie und Yacoub Yahiya unter der Regie von Cornelia Salje einen szenischen Abend. Ausgangspunkt dafür ist die „Winterreise“ von Franz Schubert und Wilhelm Müller.

Ausgangspunkt ist Schuberts „Winterreise“

Das Fremde ist dabei das verbindende Element, da sich jeder immer wieder fremd fühlt und nach Zugehörigkeit sucht. Szenen der Flucht und persönliche Erlebnisse erweitern die Vorlage und bringen sie in einen aktuellen Kontext. So singen die Mitwirkenden auf Deutsch, Arabisch oder Farsi und werden von einer Trommel und Klavier begleitet. Ziel des Projektes ist es, Verständnis und Respekt füreinander zu schaffen und zu fördern. Neben Cornelia Salje unterstützen die Pianistin Friederike Sieber und der Bariton Christian Lange das Projekt. Friederike Sieber beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Liedkunst und ist auf die Arbeit mit Sängern spezialisiert.