Ehestorf. Suche nach Vermissten, neue Regeln und Gesetze: Schauspieler zeigen am Kiekeberg das Leben kurz nach Kriegsende.

Der Sommer 1945 war der erste Friedenssommer nach dem Zweiten Weltkrieg – und doch eine Zeit großer Unsicherheit und Not. Mit der neuen Veranstaltung „1945 – Der erste Sommer in Frieden“ am Sonnabend und zeigt das Freilichtmuseum am Kiekeberg, wie der Alltag von einheimischer Bevölkerung und britischer Armee in Norddeutschland aussah. Zuschauen und Nachfragen ist ausdrücklich erwünscht. Mit dabei sind rund 60 Darsteller aus ganz Deutschland und Großbritannien, die ihr Feldlager aufschlagen.

Der Krieg war im Mai zu Ende – doch bis das Leben in Deutschland wieder in geordneten Bahnen verlief, sollte es noch einige Zeit dauern. Geschichtlich versierte Darsteller zeigen historisch korrekt, was den Alltag der Deutschen und Briten bestimmte: Suche nach Vermissten, Durchsetzen neuer Regeln und Gesetze, Sprachbarrieren, medizinische Freiluft-Untersuchungen und Einquartierungen in die alten Bauernhäuser. Besucher erleben so einen kompletten Tagesablauf. Erstmals in Norddeutschland kommen Akteure zusammen und zeigen das Leben, wie es alltäglich war – und kommen gern mit Besuchern ins Gespräch. Eine Besonderheit: Besucher können auf dem Schwarzmarkt begehrte Alltagswaren erstehen, zum Beispiel Fahrradreifen, Tassen, Hosenträger, Messer oder Gaskocher. Aber Vorsicht: Die Militär-Polizei geht Streife!