Dorfgemeinschaft

Zuschuss: Moorwerder Schützenheim kann saniert werden

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Michael Weinreich (von links) hatte Finanzsenator Andreas Dressel überzeugt, dem Vorsitzenden des Schützenvereins Moorwerder, Christian Plastwich und dessen Stellvertreter Marc Jans einen Zuschuss für das Schützenhaus zuzusagen. 

Michael Weinreich (von links) hatte Finanzsenator Andreas Dressel überzeugt, dem Vorsitzenden des Schützenvereins Moorwerder, Christian Plastwich und dessen Stellvertreter Marc Jans einen Zuschuss für das Schützenhaus zuzusagen. 

Foto: Lars Hansen / xl

Finanzsenator Andreas Dressel machte dem Verein eine Zusage über 100.000 Euro. Saalboden wird komplett erneuert.

Wilhelmsburg.  Besuch von der Finanzbehörde hat eigentlich kein Vereinsvorsitzender gern. Für Christian Plastwich, Erster Vorsitzender des Schützenvereins Hamburg-Moorwerder war das diesmal aber ganz anders. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) war persönlich gekommen, um etwas zu bringen. In seiner roten Aktenmappe befand sich zwar kein Geld, aber eine Zusage: 100.000 Euro Zuschuss erhält der Schützenverein aus dem „investiven Quartiersfonds“. Bezuschusst wird die Sanierung des Schützenheims.

In dem landwirtschaftlich geprägten Stadtteil auf der Elbinsel Wilhelmsburg ist das Schützenheim nicht nur Treffpunkt von Schießsportlern und Traditionsschützen. Hier finden – unregelmäßig, aber häufig – Veranstaltungen für das ganze Dorf statt. „Gerade unsere Jugend ist da sehr aktiv und unsere Jugendabteilung wächst“, sagt Christian Plastwich.

Vor allem für die Jugendarbeit ist das Gebäude wichtig

Das Schützenheim am Bauernstegel ist in die Jahre gekommen und die Unterhaltungskosten steigen stetig. Dabei sind die laufenden Kosten jetzt schon hoch, allein wegen der mangelnden Wärmedämmung und den daraus resultierenden Heizkosten. Wärmedämmung wäre eine der Investitionen, die der Verein tätigen würde. „Ansonsten muss der Saalboden komplett erneuert und der Saal renoviert werden“, sagt Plastwich. Den Schießstand hat der Verein bereits erneuert.

Die Raten dafür und die laufenden Kosten können die Schützen aus den Vereinsbeiträgen stemmen. Für eine Investition in den Saal bleibt allerdings kein Geld übrig. „Aber dafür gibt es ja den investiven Quartiersfonds“, sagte Finanzsenator Dressel. „In Abstimmung zwischen Finanzbehörde und Bezirken werden damit investive Maßnahmen vor Ort gezielt unterstützt.“ Dass er keinen symbolischen Scheck dabei hatte, liegt daran, dass Dressel das Geld zunächst einmal dem Bezirksamt Mitte anweist, und dies dann die 100.000 Euro an die Schützen auszahlt.

Nicht ganz unbeteiligt ist der Wilhelmsburger Bürgerschaftsabgeordnete Michael Weinreich (SPD). Im Zuge der Diskussion um die Rückdeichung an der Norderelbe mit der wasserseitig ein Naturschutzgebiet geschaffen, aber landseitig den Moorwerder Bauern Wirtschaftsflächen entzogen wurden, hatte er darauf gedrungen, dass dafür andere Defizite in Moorwerder ausgeglichen werden. Dass der Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Moorwerder auf der Renovierungsliste der Hamburger Feuerwehr weit vorne landete, gehört ebenso dazu, wie die aktuelle Zusage des Sanierungszuschusses für das Schützenheim.

( xl )

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