Harburg
Kündigungswelle

Mariahilf: Ärzte klagen über Umgang mit Mitarbeitern

Die Helios Mariahilf Klinik in Harburg

Die Helios Mariahilf Klinik in Harburg

Foto: Helios Kliniken

Dem Abendblatt liegt ein Schreiben vor, mit dem sich eine Chefärztin und vier Oberärzte von Kolleginnen und Kollegen verabschieden.

Harburg.  Dass es in der Geburtshilfe der Helios Mariahilf Klinik an der Stader Straße mächtig brodelt, ist kein Geheimnis mehr. Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Nachricht, dass Chefärztin Dr. Maike Manz — erst seit Januar 2017 im Amt — schon wieder gekündigt hat - und mit ihr mehrere Oberärzte (wir berichteten).

Inzwischen liegt dem Hamburger Abendblatt ein Schreiben vor, mit dem sich Chefärztin Dr. Manz und drei Oberärztinnen sowie ein Oberarzt von Kolleginnen und Kollegen verabschieden. „Wir haben uns zu fünft in der Woche vor Weihnachten dazu entschlossen, das Krankenhaus und damit den Konzern zu verlassen und werden daher zu unterschiedlichen Zeitpunkten im kommenden Halbjahr ausscheiden“, heißt es in dem Brief.

Warum sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben, wird in dem Schreiben auch erklärt: „Unter den derzeit existierenden Rahmenbedingungen können wir unseren Ansprüchen an die medizinische Versorgung, die patientenfreundlichen Organisationsstrukturen und den Umgang mit Mitarbeitern nicht mehr gerecht werden.“ Das Schreiben endet mit dem Dank „für die kollegiale Zusammenarbeit“. Chefärztin Dr. Manz und ihre vier Kolleginnen und Kollegen wünschen „allen an der Geburtshilfe beteiligten Hebammen und Ärzten Arbeitsbedingungen, unter denen eine gute und zeitgemäße Geburtshilfe auch in Zukunft möglich ist“.

Interessanterweise ist der Brief noch von zwei weiteren Oberärztinnen und einem Oberarzt unterschrieben. Dazu heißt es: „Dem obigen Wunsch schließen sich auch diejenigen Oberärztinnen an, welche aus persönlichen Gründen Ansprechpartner in der Abteilung bleiben.“ (kg)