Harburg
Fischbek

Hamburg gibt 240.000 Euro für die Cornelius-Kirche

Pastor Gerhard Janke setzt sich für den Erhalt der Cornelius-Kirche in Fischbek ein

Pastor Gerhard Janke setzt sich für den Erhalt der Cornelius-Kirche in Fischbek ein

Foto: Thomas Sulzyc

Das Gelände um das Gotteshaus soll mit Hilfe von RISE-Mitteln attraktiver gestaltet werden – Gemeinde bringt Ideen ein.

Fischbek.  Gute Nachrichten für die Cornelius-Gemeinde in Neugraben Fischbek: Hamburg zahlt 240.000 Euro aus der RISE-Förderung, um das Außengelände der Cornelius-Kirche neu zu gestalten und aufzuwerten. Darauf hat Pastor Gerhard Jahnke hingewiesen.

Das „Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) der Hansestadt verfolgt das Ziel, die Lebensqualität in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf durch städtebauliche Maßnahmen zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. In Fischbek und Neugraben gibt es diesen Entwicklungsbedarf durch gleich drei neue Wohnquartiere, den Vogelkamp Neugraben, den Fischbeker Heidbrook und die Fischbeker Reethen. In Fischbek wird sich die Bevölkerung verdoppeln, und dabei sollen Alt und Neu gut zusammen wachsen.

Kirche will Zentrum des Quartiers werden

Die Cornelius-Gemeinde will dabei wichtige Aufgaben übernehmen. Sie hat sich schon seit längerer Zeit zum Stadtteil hin geöffnet, räumlich und mit ihren angeboten für alle Menschen, die im Quartier leben. Jahnke bezeichnet es als Glücksfall, dass die Gemeinde 1961 das Grundstück kaufen konnte, auf dem nun die Kirche steht. Es liegt mitten im alten Dorf, über das Gelände verläuft das Bett der namensgebenden Fischbek, dazu der Hain mit den alten Dorfeichen. Denn nun liegt diese Kirche auch direkt in der Mitte des RISE-Gebietes und hat mit ihrer Ausstrahlung in den Stadtteil wie mit ihrer einzigartigen Lage und architektonischen und landschaftlichen Anmutung das Potential, Kristallisationspunkt zu sein.

Jahnke bezeichnet die Kirche aufgrund ihrer zentralen Lage nicht nur als einen Ort, der zu Gottesdiensten einlädt, sondern zugleich als Begegnungsstätte. Kirche und Gemeindehaus werden von vielen Institutionen des Stadtteils genutzt. „Jung und Alt besuchen das ganze Ensemble. Familien mit kleinen Kindern haben ihren Spaß in der Sandkiste und an den Spielgeräten, Jugendliche und Erwachsene treffen sich hier, ältere Menschen sitzen auf Bänken und genießen den Frieden und die Schönheit des Areals“, so Jahnke.

Mit den RISE-Mitteln und dem Eigenanteil der Gemeinde steht nun ein Budget von 300.000 Euro zur Verfügung, um alles noch attraktiver zu machen. Die offenen Rasenflächen und der Kleinkinderspielplatz sollen überarbeitet werden, der Kirchhof wird weiterentwickelt zu einem zentralen Marktplatz, neue Sitzgelegenheiten werden zum Verweilen einladen, in das Pflaster werden Aktionsfelder eingearbeitet, kleine Installationen machen den Kirchhof zu einem „bewegenden Kirchhof“.

Erste Ideen und Geld sind nun da. Pastor Jahnke lädt alle ein, weitere Ideen und Vorschläge einzubringen, um den Platz zu gestalten.