Harburg
Marschacht

„Dreh ab!“: 14 Schulen für Energiesparen geehrt

Alle prämierten Schüler und Lehrer die als Vertreter ihrer Schule angereist waren mit dem 1. Kreisrat Kai Uffelmann (hinten r. vom Plakat)

Alle prämierten Schüler und Lehrer die als Vertreter ihrer Schule angereist waren mit dem 1. Kreisrat Kai Uffelmann (hinten r. vom Plakat)

Foto: Louise Lehmann / HA

Kreis übergibt Preise für vorbildlichen Stromverbrauch in der Ernst-Reinstorf-Oberschule. 22.890 Euro haben die Schulen 2015 gespart.

Marschacht.  Strom zu sparen gehört für diese Schüler inzwischen zum Alltag: Im Rahmen des „Dreh-ab!“-Projektes wurden jetzt 14 Landkreisschulen in Marschacht geehrt. Sie bekamen Akitivitätsprämien für Energiesparmaßnahmen verliehen. Im Landkreis Harburg geht immerhin 90 Prozent des Energieverbrauchs auf Schulen zurück. Ein triftiger Grund, um sich Gedanken über verschiedene Maßnahmen zum Energiesparen zu machen.

Seit nunmehr drei Jahren setzt das Projekt „Dreh ab!“ genau dort an. Um dem großen Verbrauch entgegenzuwirken, wurden in den teilnehmenden Schulen Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die sich um die Problematik kümmern. Schüler der jeweiligen Schule ernennen Energiebeauftragte und leiten Projekte an, mit dem Ziel, auf den Stromverbrauch aufmerksam zu machen und diesen zu reduzieren.

Zum Abschluss des Jahres 2015 wurden nun an der Marschachter Ernst-Reinstorf-Oberschule die verschiedenen Arbeitsansätze vorgestellt. Der erste Kreisrat Kai Uffelmann sprach in seiner Eröffnungsrede von einem breit getragenem Projekt, das nicht nur an Schulen große Beachtung finde, sondern auch durch den Kreis gefördert werde. Denn die Schulen sparen nicht nur reichlich Energie, jeder gesparte Euro fließt zur Hälfte wieder an den Landkreis zurück und die andere Hälfte wird unter den Schulen, je nach Einsatz, aufgeteilt. 2014 wurden 73.326 Euro eingespart und im vergangenen Jahr 22.890 Euro.

Was im ersten Moment nach einem dramatischem Rückgang klingt, ist jedoch einfach zu erklären. So sind 2014 bereits viele Verbesserungen wirksam geworden, die 2015 nicht mehr zu Buche schlugen. Andererseits werden Schulen immer technologisierter, was den Verbrauch steigert. Schüler arbeiten jetzt mit ActiveBoards. Deshalb ist die abermals sechsstellige Einsparung umso bemerkenswerter.

Dabei zeigte sich das Gymnasium Meckelfeld 2015 am engagiertesten. Die Schule organisierte einen groß angelegten Fahrradtag, in jeder Klasse gibt es einen Energiemanager und es wurde eine gegenseitige Fortbildung unter den Schülern eingerichtet. Dafür erhielt die Schule 1249 Euro vom Kreis zurück.

An der Realschule am Kattenberge in Buchholz wurde mit einer Wärmebildkamera analysiert, wo die meiste Energie entweicht. Nahezu jede Schule arbeitete im vergangenen Jahr mit der sogenannten „Energiesparampel“ und machte sich ihren eigenen Stromverbrauch eindringlich bewusst. Interessant sind auch die verschiedenen Akteure, die an der Schule miteinander zusammenarbeiten. Denn neben den insgesamt 8842 Schülern helfen einige Lehrer sowie die Hausmeister bei den Projekten.

Die angereisten Schüler mussten jedoch bei ihrer Projektvorstellung in Marschacht eingestehen, dass die Motivation bei einigen Mitschülern im vergangenen Jahr ein wenig verloren gegangen ist. Viele fühlten sich nicht sonderlich für ihre Umwelt verantwortlich. Dies gelte es im nächsten Jahr wieder zu verbessern.

Eine erfreuliche Ankündigung am Ende der Prämierung: Das Umweltbildungszentrum „SCHUBZ“ greift den Teilnehmern vom nächsten Jahr an unter die Arme. Die Schulen dürfen sich auf Bildungsangebote, einen Workshop, Projektbegleitung und Lehrerfortbildungen freuen.