Harburg
Neugraben-Fischbek

Bauantrag für Flüchtlingsunterkunft abgelehnt

Eine Demonstration gegen Großunterkünfte von Flüchtlingen in Neugraben-Fischbek aus dem Januar (Archivfoto)

Eine Demonstration gegen Großunterkünfte von Flüchtlingen in Neugraben-Fischbek aus dem Januar (Archivfoto)

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Überraschend stimmte die Bezirksversammlung dem Bauantrag nicht zu. CDU-Fraktionschef moniert zu viele Befreiungen vom Baurecht.

Hamburg.  Der Bau der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Neugraben-Fischbek wird sich verzögern. Am Mittwochabend stimmte die Bezirksversammlung in Harburg gegen einen Bauantrag für den ersten Bauabschnitt.

Der Antrag wurde zunächst vertagt. NDR 90,3 zitiert dazu den CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer, der zu viele Befreiungen vom geltenden Baurecht moniert. „Diese bezogen sich auf die Überschreitung von Baugrenzen, zu hohe Häuser, zu viel Wohnungen pro Einheit und Holzfassaden anstelle von Putz“, sagte Fischer dem Sender.

Nach Protest Zahl der geplanten Wohnungen halbiert

Vor einer Woche war durch einen Protest der Anwohner die geplante Anzahl der Wohnungen für Flüchtlinge halbiert worden. Statt wie geplant für 3000 sollten dort Wohnungen für 1500 Menschen gebaut werden.

Für die Reduzierung soll sich auch Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) ausgesprochen haben, die aus Harburg kommt und dort auch ihren Wahlkreis hat. Von den geplanten Baufeldern werden den Angaben zufolge nur zwei bebaut werden.

Die Proteste gegen die Flüchtlingsunterbringung „Am Aschenland“ laufen bereits seit Monaten. Bereits nach Bekanntwerden der Pläne hatte sich eine Initiative „Nein zur Politik, Ja zur Hilfe“ gegründet.