Harburg
Neuwiedenthal

Schüler proben für Aufführung im Ernst-Deutsch-Theater

Probe an der Stadtteilschule Süderelbe

Probe an der Stadtteilschule Süderelbe

Foto: Anna Kimm

Für die Klasse 6c der Stadtteilschule Süderelbe geht es mit dem Tanzprojekt „Step by Step“ im Juli auf die Bühne. Das Thema: Mythos.

Neuwiedenthal.  Ein wenig laut ist es schon, wenn die sechste Klasse von Matthias Steinkamp sich Montags in der Sporthalle der Stadtteilschule Süderelbe trifft, doch das gehört irgendwie beim Tanzen dazu. Einmal in der Woche trainieren die 23 Mädchen und Jungen um Anfang Juli im Ernst-Deutsch-Theater als Teil des Projekts „Step by Step – Tanzprojekt an Hamburger Schulen“ aufzutreten. Trainiert werden sie dabei von Choreografin Pepita Carstens.

Schüler posieren als Vampir oder Zahnfee

„Wir haben dieses Jahr das Thema Mythos“, erklärt Carstens. Und das spiegelt sich dann auch direkt wieder, wenn die Schüler die Pose des Vampirs oder der Zahnfee einnehmen. Insgesamt fünf verschiedene Figuren sollen sie nacheinander einnehmen, während Eva Bernhard, ebenfalls Choreografin, bis null runter zählt. Mit welcher Zahl sie anfängt ist jedes Mal anders. Ziel der Übung ist es, die Zeit einzuschätzen und sich ihr entsprechend von einer in die nächste Figur zu bewegen. Leicht ist das nicht unbedingt, doch Spaß haben alle.

Lernen, sich zu Gefühlen zu bewegen

„Man lernt, wie man den Körper in Bewegung setzt“, beschreibt die elfjährige Elina Fedulov das, was ihr am besten gefällt. Und das heißt bei den „Step by Step“-Proben nicht nur bestimmte Schrittfolgen zu lernen: Sie bekommen zwar von Carstens und Bernhard Anregungen, doch umsetzen müssen sie Figuren oder Gefühle selbst. Und das ist auch die nächste Aufgabe. In fünf Gruppen eingeteilt bekommt jede ein Gefühl, zu dem sich die Mädchen und Jungen bewegen sollen. Weiche und fließende Bewegungen beschreiben dann Traurigkeit, im anderen Teil der Halle sieht man stattdessen wildes Gehüpfe.

Die Choreographie besteht aus Einzelteilen, die noch zusammengefügt werden

Beobachtet werden sie dabei von ihrem Klassenlehrer Matthias Steinkamp, der sich freut seinen Schülern die Teilnahme ermöglichen zu können. „Sie können sich in dem Projekt ausprobieren, kreativ sein und auch mal anders arbeiten“, erklärt er. Dass dafür zwei Stunden Religionsunterricht in der Woche ausfallen, ist für alle aber gar nicht so schlimm. Eben auch weil es etwas ganz Besonderes ist das Projekt an der eigenen Schule zu haben, erklärt Steinkamp.

Für die nächsten Wochen steht dann noch einmal Üben an, denn noch besteht die Choreografie aus Einzelteilen. Aber die werden noch zusammengefügt, verspricht Elina Fedulov. Das ist die Aufgabe von Pepita Carstens, denn im Gegensatz zu den Schülern schaut sie eher von außen auf alles, was bisher erarbeitet wurde.